Dienstag, 27. September 2011

Wasserwanderung Hittisau























Übersicht
Schwierigkeit (1-5):
2 (in der Engenlochschlucht rutschig bei entsprechender Witterung)
Dauer: 2 Stunden 15 Minuten
Höhenunterschied: 100 Meter
Einkehrmöglichkeiten: Hittisau
Erreichbarkeit mit Öffentlichen Verkehrsmitteln: Hittisau Gemeindezentrum

Die Route
Die Wanderung beginnt bei der Kirche in Hittisau, die eine der größten Kirchen des Landes ist und im inneren durch bäuerliche Handwerkskunst besticht. Von hier geht es zuerst in Richtung Westen der Hauptstraße (L5) entlang in Richtung Lingenau, bis zur Hauptstraße L205, die von Lingenau nach Krumbach führt. Wir überqueren diese Straßen und wandern über Wiesen durch den Hittisauer Ortsteil Häleisen.

Wir überqueren erneut, die genannte Hauptstraße und folgen dem Wegweiser in Richtung Bolgenach, bis wir oberhalb des Baches zu einer Kapelle kommen. Dort überqueren wir die Bolgenach auf einer alten gedeckten Holzbrücke und befinden uns nun im Ortsteil Gfäll. Wir bleiben jedoch dicht am Ufer des Baches und folgen diesem bis zu einer breiten Brücke, die uns wieder auf die andere Seite bringt. Von dort geht links eine kleine Gemeindestraße weg, die uns entlang der Baches zur Engenlochschlucht führt. Am Wegrand (Markierung gelb-weiß) finden sich überall Informationstafeln, die uns über das Leben und die Tier- und Pflanzenwelt am Wasser informieren. Bevor wir die Schlucht erreichen, überqueren wir noch einen kleinen Steg, der über einen Gewässer führt, das aus einem Stollen Wasser aus der Subersach in die Bolgenach führt.

Nun kommt die wildromantische Engenlochschlucht, die meist feucht, mit Moos bewachsen und durch überhängende Felsen gekennzeichnet ist. Lange diente die Bolgenach als „Schwimmbad“ der Hittisauer, da es noch keine öffentlichen Badeanstalten gab. Das Rauschen des Baches ist unüberhörbar und bildet die Geräuschkulisse während der nächsten 20 Minunten. Am Ende der Schlucht geht es kurz durch einen Wald, bis wir oberhalb eines durch eiszeitliche Gletscher ausgewaschenen Beckens zu einer Weggabelung kommen. Dort gehen wir nach links und begeben uns wieder zum Bach ins Tal hinunter.

Nach einigen Minuten kommen wir zur „Ließenbachbrücke“, die uns zu einer alten Mühle führt, in der von Zeit zu Zeit Vorführungen für Besucher stattfinden. Die Brücke ist eine gedeckte Holzbrücke, die im 19. Jahrhundert entstand und eine der letzten ihrer Art im Land Vorarlberg ist. Hinter der Mühle befindet sich ein unter Denkmalschutz stehendes altes Wälderhaus. Wer die Hinweistafeln am Wasserwanderweg aufmerksam liest wird sich bewusst darüber werden welch kostbares Gut Wasser für uns Menschen darstellt. Ein Schatz, das weiße Gold, über das Österreich und auch Vorarlberg zum Glück im Übermaß verfügt, soviel, dass wir uns leisten können den allergrößten Teil davon nicht zu trinken, sondern zum Waschen, Kochen und für die Toilettenspülung zu verwenden (der durchschnittliche Österreicher verbraucht etwa 149 Liter pro Tag). An der Mühle geht es links vorbei auf der anderen Seite der Bolgenach unterhalb einer Kapelle. In wenigen Minuten kommen wir zu einem Steg, der uns wieder auf die linke Seite des Baches führt, diesen überqueren wir hier. Ein kurzes Stück geht es nun zurück (ein wenig aufwärts), bis wir wieder zu der Weggabelung kommen, an der wir vorhin nach links abgeboben sind. Wir befinden uns nun im Hittisauer Ortsteil Brand. Wir gehen nun nach links in Richtung Ortsmitte mit der Kirche. Nach etwa 25 Minuten kommen wir dort an, wo unsere Wanderung endet.

Viel Vergnügen und Freude bei dieser Wanderung!

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