Dienstag, 11. November 2014

Vorderälpele


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Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer:  2 Stunden
Höhenunterschied: 520 m aufwärts,  520 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Amerlügen, Feldkircher Hütte
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit dem Bus ist Amerlügen vom Bahnhof Frastanz aus erreichbar (der Bus fährt jedoch nur wenige Male am Tag); Der Stadtbus Feldkirch fährt bis Frastanz-Fellengatter. Von dort aus dauert der Fußmarsch nach Amerlügen etwa eine gute Stunde. Zu empfehlen ist deshalb die Anreise mit dem eigenen Kfz, Der Wanderparkplatz bietet reichlich Platz.
 
Die heutige Wanderung eignet sich sehr gut für das Frühjahr und den Herbst. Die höheren Bergregionen sind noch nicht bzw. nicht mehr so leicht zugänglich, die Tagen sind kürzer und oft ist auch die Kondition nicht jene des Sommers, wenn man mehrere herausfordernde Touren binnen kürzerer Zeit unternimmt. Die heutige Wanderung auf das Vorderälpele, das auch als eines der Hausberge von Feldkirch gilt, eignet sich wunderbar für einen längeren Nachmittagsausflug und ist mit ein wenig körperlicher Übung ohne große Anstrengung zu unternehmen.
x(Amerlügen - Blick auf die Gurtisspitze und den Bazorahang) 
 
Die Route
Ausgangspunkt bildet der Wanderparkplatz (in der Nähe der Materialseibahn zur „Feldkircher Hütte“). oberhalb der Frastanzer Hangsiedlung Amerlügen. Hier bietet sich uns bereits ein schöner Blick gen Süden in das tief ausgeschnittene Saminatal, mit den „Drei Schwestern“ zur Rechten und zur Linken der „Gurtisspitze“ über dem „Bazorahang“ und den schroffen „Hohen Köpfen“. Noch ein letzter Blick auf die auf der anderen Seite des Walgaus gelegene „Sonnengemeinde“ Göfis und hinein geht es, dem gut markierten Pfad folgend, in den Wald. Die nächsten 40 Minuten führen durchwegs durch bewaldetes Gelände und bieten deshalb kaum einmal einen Ausblick. Allgemeine Orientierung bietet das Tragseil der Materialseibahn, die wir auf unserem Weg auch unterqueren. Der Weg führt in vielen Serpentinen hinauf zur Feldkircher Hütte und ist permanent ansteigend, so dass der Kreislauf gleich zu Beginn unserer Wanderung ordentlich in Schwung kommt. Dieses Stück ist jedoch das einzige auf der ganzen Route, das einen deutlich bemerkbaren „Anstieg“ beinhaltet.
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 (Feldkircher Hütte - 1204m)
Aus dem Wald heraustretend gelangen wir zur Feldkircher Hütte, die den „Naturfreunden“ gehört. Die Hütte liegt am unteren Ende der Alpfläche der Amerlugalpe und bietet einen zur Rechten und Linken flankierten Ausblick in den Walgau und das Große Walsertal. Die Feldkircher Hütte ist in den Sommermonaten (Mai-Oktober) durchgehend geöffnet, in den Wintermonaten (November-April) an den Wochenenden.
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 (Bei der Amerlugalpe)
Nun geht es über offenes Gelände weiter aufwärts. Den Sendemast rechts liegen lassend, sehen wir bereits die imposanten „Drei Schwestern“ vor uns, die sich hoch über dem Saminatal erheben. Nun kommt auch die umliegende Bergwelt ins Blickfeld – beginnend bei den Bergen über dem Vorderland, weiter über den Walgau bis zum hinteren Saminatal ist diese sehr gut zu erkennen. Das Vorderälpele ist jedoch kein Aussichtsberg – besonders das Rheintal ist kaum erkennbar und je höher wir nun hinaufsteigen zur Amerlugalpe (Vorderälpelealpe) desto weniger ist in dieser Richtung etwas zu sehen – oben umgibt uns ein dichter „Waldkranz“, der keine Aussicht mehr gegen Noren und Westen gewährleistet. Nach wenigen Minuten passieren wir nun die Amerlugalpe, kommen an einer Richtfunktanlage rechter Hand vorbei und stehen dann vor einem am Weg stehenden Kreuz. Von hier aus bieten sich im Herbst of sehr schöne Ausblicke, wenn man gen Osten über die Amerlugalpe hinweg sieht. Nicht selten liegen die Talgebiete des Walgaus im dichten Nebel, während die Höhensiedlungen und Gipfel in prachtvollem Sonnenlicht stehen. Man kann sich dann auch gut vorstellen, wie vor Jahrtausenden der Illgletscher ausgesehen haben mag, der diese Landschaft geformt hat.
x3(Blick auf Großfeldkirch vom Tisner Wald aus) 
Beim Kreuz an der Wegbiegung biegen wir nach rechts ab, und wandern unterhalb der „Tisner Skivereinshütte“ am Waldrand einlang die Wiese hinunter, bis wir zum „Gätterle“ kommen (Vorsicht: nicht den breiten Weg direkt bei der Hütte nehmen, denn dieser ist eine Sackgasse!). Von hier aus brauchen wir nur noch dem gut ausgebauten Forstweg talwärts zu folgen und gelangen so in einer guten Stunde zurück nach Amerlügen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass wir den langen Weg meiden und bei den entsprechenden Markierungen die jeweiligen Pfade direkte den Hang hinunter nehmen (die weiten Kehren des Fahrweges vermeiden). Diese Variante ist jedoch an einigen Stellen recht steil und kann bei Nässe oder Laub rutschig und damit gefährlich sein – überdies geht ein solches Abwärtsgehen ordentlich „in die Knie“.
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 (Blick auf das Ried mit Egelsee zwischen Tisis und Toster-Hub)
Auf dem abwärts führenden Weg finden sich immer wieder schöne Ausblicke auf das obere Rheintal, die Schweizer Berge, vor allem aber auf Großfeldkirch. Nach gut 50 Minuten erreichen wir auf dem Forstweg den Holzplatz von Amerlügen, wo sich die Abschrankung des Wegs befindet. Nun geht es noch ein kurzes Stück durch den Wald, oberhalb des „Sturna Bühels“. Wir nehmen dann den schmalen Pfad, der von der Straße rechts den „Bühel“ hinauf abzweigt (Achtung: Tafel kann leicht übersehen werden). Vorbei an den obersten Häusern von Amerlügen gelangen wir so in etwa einer Viertelstunde zurück zum Wanderparkplatz, wo unsere heutige Wanderung ihr Ende findet. 
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Details
  1. Amerlügen - Vorderälpele: Strecke:  2,7 km; Höhenbewältigung: 520 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde.
  2. Vorderälpele - Amerlügen: Strecke:  4,8 km; Höhenbewältigung: 520 m abwärts; Dauer: 1 Stunde.
     
    Gesamt:
    Strecke:  7,5 km; Höhenbewältigung: 520 m aufwärts; 520 m abwärts; Dauer: 2 Stunden
     
     
    Vier Vergnügen bei dieser Wanderung wünscht Euch allen der Bergfuchs.

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