Montag, 7. Dezember 2015

Feldkircher Weihnachtsmarkt 2015


Feldkirch im Advent – da darf der schon traditionelle Weihnachtsmarkt nicht fehlen! Auch heuer wieder hat dieser deshalb in der schönen mittelalterlichen Marktgasse des Städtchens am Fuße der Schattenburg Aufstellung genommen und erfreut seit 27. November die zahlreichen Besucher.
Die Innenstadt von Feldkirch ist ja bekanntermaßen im Advent sehr schön geschmückt und beleuchtet. In unzähligen Gassen und an beschaulichen Plätzchen finden sich so manche Details, gerade auch an alten Häusern, deren Besitzer liebevoll zur weihnachtlichen Erscheinung beigetragen haben. Auch einige beleuchtete Christbäume finden sich, so etwa vor der alten „Dogana“ zwischen Neustadt und „Goaßzipfel“, beim Montforthaus und beim (ebenso beleuchteten) Churertor (das Café „Zanona“ vor dem Tor ist ebenfalls gekonnt in weihnachtliches Ambiente getaucht worden).
Der Feldkircher Markt gehört zu jenen, die immer noch großen Wert auf Traditionelles legen, bei dem selbst die Besinnlichkeit nicht zu kurz kommt, was bei vielen anderen Märkten dieser Art leider nicht mehr der Fall ist. Freilich darf man sich hier keinen „Klostermarkt“ erwarten, doch ist der Feldkircher Markt doch meilenweit von den vielen reinen „Konsummärkten“ entfernt, die um diese Jahreszeit wie die Pilze aus dem Boden schießen.  
Das große kulinarische Angebot gleicht jenem vom letzten Jahr (und den Jahren zuvor). Es wird dort wohl jeder etwas Passenden für sich finden: Raclette, Würste, allerhand Süßes und dann die warmen Getränke, von Glühwein über Punsch bis zu Glühmost and auch Tee ist vieles zu haben. Was die Glühweine betrifft, so hat dieses Jahr keiner im Hals„gebrannt“, sämtliche Anbieter offerierten Flüssiges, das angenehme die Kehle hinunter rann und wohlig wärmte (ich war nicht der einzige Tester, diesem Urteil schlossen sich sämtliche Kollegen – 7 an der Zahl - an).
Abseits der Kulinarik findet sich auch heuer wieder allerhand Kunsthandwerk, biologische Produkte und überhaupt das meiste, was in den Advent und zu Weihnachten gehört. Auch das eine oder andere originelle Geschenk kann hier erworben werden. Die freundlichen Standler beraten einen dabei gerne. Der Facettenreichtum ist bemerkenswert und nimmt es mit weitaus größeren Märkten im weitern Umland locker auf. Schmuckstücke und Spielzeug (der etwas besonderen Art) bieten einem die Möglichkeit am Heiligabend nicht mit dem „Üblichen“ als Geschenk erscheinen zu müssen.
Es muss hier auch unbedingt darauf hingewiesen werden, dass auf der Bühne in der Mitte des Marktes ab dem späten Nachmittag (das Programm ist an der Bühne angeschlagen) ein Rahmenprogramm stattfindet. Chöre, Musikgruppen, Schulklassen und viele andere treten hier an einigen Tagen in der Woche auf, um für Stimmung und Unterhaltung zu sorgen. Alleine aus diesem Grund lohnt sich schon ein Besuch des Marktes. Den Verantwortlichen gebührt auch dieses Jahr ein großes Lob für die Auswahl und die Zusammenstellung des Programmes.
Für die kleinen Marktbesucher steht vor dem Eingang der Johanniterkirche ein nostalgisches Karussell bereit, das für wenig Geld den Kleinen eine große Freude zu bereiten vermag. Auf dem Sparkassenplatz neben dem Palais Liechtenstein findet sich das „Lebkuchenhaus“ in dem für Kinder ein reichhaltiges Programm geboten wird. Die Eltern können sich derweil um ihre Einkäufe kümmern. Böse Zungen meinen zwar dies wäre nichts anderes als ein „Abschieben“ der Kleinen um seine Ruhe zu haben (völlig von der Hand zu weisen ist dies freilich nicht), doch geht es hier doch um weitaus mehr.
 
Nicht vergessen darf man hier auch die Krippenausstellung. Diese wurde bisher traditionellerweise in der alten „Dogana“ gezeigt. Heuer ist sie jedoch in die Schlossergasse (Nummer 3 – gleich neben dem „Stone Club“) umgezogen. Ab dem 4. Dezember können hier an den Nachmittagen alte und originelle Krippen besichtigt werden und daneben auch das eine oder andere Stück für die heimische Krippe erworben werden (ganze Krippen, Figuren und allerhand Zubehör). Die Leitung dieser Ausstellung liegt in den Händen von Idealisten, die mit sehr viel Liebe zum Detail den Besuchern eine Freude bereiten (ein Spende ist deshalb mehr als angebracht).
 
Viele Worte bei der Beschreibung eines Weihnachtsmarktes zu machen ist ohnehin nicht besonders angebracht. Das Geruchs- und Geschmacksinternet ist noch nicht erfunden, weshalb ich mich hier mit Bildern begnügen muss. Diese mögen einen Einblick geben und den einen oder anderen verlocken den Weg in die Montfortstadt zu finden.
 
Noch ist Zeit und der Markt hat bis 24. Dezember geöffnet. Also nichts wie auf nach Feldkirch! – Euer Bergfuchs.

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