Samstag, 1. Juni 2013

Rundwanderung: Schlins - Jordan - Schnifis - Röns - Schlins

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 1
Dauer: 2 Stunden 30 Minuten
Höhenunterschied:  150m aufwärts,  150m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Schlins, Schnifis, Röns
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Landbus Walgau von und nach Schlins
 
 

 
 
Die Route
Die heute beschriebene Wanderung eignet sich hervorragend im Frühling, da sich entlang des Weges viele Obstbäume befinden, die gerade in den Monaten April und Mai in voller Blüte stehen. Erwischt man dannauch noch einen klaren Tag, heben sich die meist weißen Blüten (vor allem der Apfel- und Kirschbäume) wunderbar gegen das tiefe Blau des Himmels ab.
(Blick in Richtung Rätikon)


Ausgangspunkt bildet die Bushaltestelle von Bludesch-Gais, unterhalb der ehemaligen Landeslungenheilanstalt Gaisbühel. Von dort spazieren wir bergan auf der Zufahrtsstraße und zweigen gleich bei der dersten Kurve auf den gerade nach oben führenden Kiesweg ab. Einige Höhenmeter zurücklegend, biegen wird bei der Zufahrtsstraße zu einem Haus (Wegmarkierung) scharf nach rechts ab, und gelangen so hinter dem Haus auf einen  Forstweg, dem wir nun entlang von Buschwerk und Wiesen in Richtung Osten folgen. Nach etwas mehr als hundert Metern kommen wir bereits zu einer Abzweigung, bei der wir uns rechts halten. Es geht nun sanft ansteigend weiter, wobei wir immer wieder schöne Ausblicke auf die Südseite des Walgaus mit dem Rätikon und den im Frühjahr noch verschneiten Berggipfel sehen können. Vom Saminatal über den Gampberg, das Gamperdonatal bis zum Brandnertal, über dem sich die majestätische "Zimba" erhebt sehen wir bald auch den Eingang ins Montafon vor uns. Die Davenna, das Wangaköpfle, der Itonskopf und das Hochjoch kommen in der Ferne ins Bild.
(Blick Richtung Zimba)


Zu unseren Füßen zeigen sich die ersten Häuser von Bludesch und das große Waldgebiet des Lutzwaldes, dem größten noch vorhandenen Waldgebiet in der Ebene des Walgaus.  Bei einer Wiese, bei der er Weg eine Kehre nach links macht, können wir entweder dem Weg weiter folgen, der gleich darüber in den Waldweg mündet, der uns, nachdem wir ihm nach rechts gefolgt sind weiter bringt, oder wir folgen den Trampelspuren direkt den Wiesenhang hinauf. In beiden Fällen kommen wir in etwa fünf Minuten zu einem Bänklein mit schöner Aussicht. Eine botanische Besonderheit bietet sich nun ein paar hundert Meter weiter auf der rechten Seite des Wegs, gleich hinter einem "Marterl" mit Madonnastatue: "Peters Park". Dieser ist ein privater Garten, der durch zwei eiserne Säulen betreten werden kann und allerhand verschiedene Bäume und Sträucher aufweist, teilweise mutete der Garten regelrecht mediterran an. Dazwischen finden sich immer wieder Kunstwerke, die vom Besitzer geschaffen wurden. Das ganze Arrangement ist sehenswert und wer sich auf diesem Weg nach Jordan
befindet, sollte den kleinen Abstecher auf jeden Fall unternehmen.

Immer dem Weg in Richtung Osten folgend gelangen wir bald an ein paar Häusern vorbei, bis wir zur Straßen kommen, die von Bludesch herauf führt. Dieser folgen wir nun ein paar Schritte aufwärts, zweigen jedoch sogleich wieder nach rechts ab (Markierung) und folgen diesem sanften Weg vorbei an einem Heustadel bis wir zum Hof "Jordan" kommen. Dort befinden sich die letzten Überreste des einstmaligen Gutshofs Jordan. Von diesem ist jedoch beinahe nichts mehr zu erkennen. Die letzten Mauerreste verschwinden völlig unter der üppigen Vegetation, lediglich beim dort befindlichen Hof befindet sich auf der Außenwand am Weg eine Beschreibung des einstmaligen Anwesens.
 
(Blühende Apfelblüte)

Nach diesem Hof überqueren wir die Wiese querfeldein in Richtung des oberhalb gelegenen Waldrandes. Dort gelangen wir zum Weg, der von Thüringen nach Schnifis führt, dem wir nun aufwärts folgen. So gelangen wir blad in den Wald,
folgen dem Weg ein paar hundert Meter, bis wir unterhalb des Lötschkopfes zu einer Abzweigung kommen, wo von halbrechts ein Weg von den "Thüringer Weihern" her einmündet. Wir befinden uns nun beim Wegweiser Schlines (691m), wo wir dem Weg weiter in Richtung Schnifis folgen, das von hier aus noch etwa zwei Kilometer entfernt ist. Etwa zwei Drittel diese Weges befindet sich im Wald und biete nur wenige Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Dann jedoch ändert sich  dieser Umstand und wir gelangen bei einem Heustadel auf offenes Gelände. Hier stehen im Frühjahr viele Obstbäue in Blüte und bilden damit nicht selten ein "Postkartenmotiv". Danach gelangen wir nach Schnifis, wandern etwa zweihundert Meter entlang der Hauptstraße, biegen dann halblinks auf die "Alte Landstraße" ab und folgen dieser bis zum Ende des Ortes bei den letzten Häusern. Dem Weg immer weiter folgend überqueren wir den Vermülsbach. Daraufhin geht es immer entlang den weiß-gelben Markierungen in Richtung Röns (Achtung unterhalb der Straße Röns-Schnifis geht der Weg zum Waldrand, was nicht immer gleich zu erkennen ist). Nach etwa einer halben Stunde von Schnifis aus gelangen wir so in den kleinen Ort Röns. Kurz bevor wir wieder in die Hauptstraße einmünden, zweigt ein Wegweiser den Fußweg an, der hinunter nach Schlins führt, welches zuerst über einen recht steilen "Bühel", dann durch Dorfstraßen zu erreichen ist.
 
 
Schöne Wanderstunden wünscht der Bergfuchs.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Am Eingang des Klostertals - von Bludenz nach Braz

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 2 Stunde, 45 Minuten
Höhenunterschied: 370 m aufwärts, 225 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Bludenz, Braz
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus und Bahn nach Bludenz; Bus in Braz

 
 
 
 
Die Route
Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung bildet der Bahnhof von Bludenz. Wir folgen der Bahnhofstarße stetig aufwärts, passieren die "Postkreuzung" mit der dort beginnenden Fußängerzone der Altstadt, bis wir zum "Feldkircher Tor" mit seinem Torbogen auf der rechten Seite kommen. Dieses Tor unterhalb der Stadtkirche St. Laurentius bildet einer der letzten Reste der ehemaligen Stadtmauer des "Alpenstädtchens". Wir lassen das Tor jedoch rechts liegen und begeben uns geradeaus weiter in die Spitalgasse, der wir bis zum Krankenhaus folgen, wo wir uns links halten und dem nun folgenden Obfeldweg folgen. Wir folgen der Straße weiter und gelangen so an deren Ende zu einer Sackgasse, die an Häusern vorbei in einen Waldweg mündet. Dort folen wir dem Wegweiser nach rechts und gelangen so mäßig aber stetig ansteigend über den Furklaweg nach etwas mehr als 20 Minuten zum Montikel, bzw. der Hinterebene. Noch folgen wir einer scharfen Kehre biegen jedoch gleich danach nach rechts ab und kommen so zur Felskante des Montikels, von der aus man einen herrlichen Blick auf die dem Talkessel gegenüerliegenden Berge hat. Etwas links öffnet sich bereits das Montafon, rechter Hand ist noch die Tschengla und, die Bürser Schlucht, der Eingang zum Brandnertal, zu sehen.
 
(Blick über Bludenz nach Bürs und Büserberg)

 
Vom Montikel folgen wir dem gesicherten Weg der steilen Halde entlang und genießen zwischen den dort vor allem vorherrschenden Laubbäumen und Sträuchern den sich immer wieder bietenden Ausblick in Richtung Süden. In der östlichen Gehrichtung erkennen wir auf der Südseite des Klostertals bereits die Davenna, das Wannaköpfle und den Itonskopf. Auf diesem Weg (Ferdinand-Gasser-Weg) gelangen wir über der zu Bludenz gehörenden Siedlung Rungelin (Betonung auf der Endsilbe) zur Rungeliner Allmein. Nachdem wir zuerst einem Fußweg gefolg waren, gelangen wir anschließend in einen schönen breiten Fahrweg, der nun stetig aber nur mäßig ansteigend weiter in Richtung Ostern führt. Der guten Beschilderung folgend (Hinweistafeln bei allen Abzweigungen und auch sonst gute Markierungen überall) passieren wir Lavils, wo mit mit 835 Metern Seehöhe den höchsten Punkt auf diesem Wegabschnitt erreichen. Weiter geht es in einem etwas zehnminütigen Marsch zu einem kleinen Sattel, dem "Gastastigele".
 
(Blick in Klostertal)

 
Bei der nun folgenden Kehre, verlassen wir den breiten Weg und begeben und auf einen offenen Wiesenhang, dem wir vorbei an Heubargen (Heustadel) etwa 50 Meter in die Tiefe folgen, bis ein Wegweiser uns nach links in den Wald und auf einen schlmalen Fußpfad führt. Diesem folgen wir nun in leichtem Auf und Ab, durch Wald und kleine offene Fälle, bis wir zu einem Tobel (im Loch) kommen, dessen Bach wir überqueren und auf der anderen Seite beim Weiler Grups herauskommen. Nun biegen wir scharf nach links ab und folgen einem Bachbett zu unserer Linken, bis wir nach etwa 300 Meter wieder hart, dieses Mal nach links, abbiegen und auf größtenteils offenes Gelände kommen. Wir befinden uns auf der "Brazer Allmein", über die wir in einem etwa einstündigen Marsch nach Außerbraz gelangen. Auf diesem Weg kommen wir nach etwa 40 Minuten ab Grups zum Allmein-Kreuz, einem sehr schön hergerichteten Kruzifix unter zwei großen alten Bäumen. Auf der Allmein hat man einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge, allem voram der links vor uns liegende Roggelskopf. Allerdings kann es hier an heißen Sommertagen recht schweißtreibend werden. Allgemein ist diese Wanderung am schönsten im Frühjahr und im Herbst zu unternehmen. Auch an schneearmen Tagen im Winter ist sie durchaus zu empfehlen, da nur mäßig steil und kaum Gefahrenstellen vorhanden sind.
 
(Auf der Brazer Allmein)


Wir befinden uns hier an einer der breitesten Stellen, des an sich sehr schmalen Klostertals. Nach dem die ersten Häuser von Außerbraz erreicht wurden, geht es über Gemeindestraßen stetig abwärts. Die Markierungen sind ausgezeichnet, allerdings muss man einige Kehren und Abzweigungen nehmen, bis man unter der Eisenbahn (Arlbergbahn) hindurch zum Gasthof Traube gelangt, dem Endpunkt unserer Wanderung.

Zusatz
Die Stadt Bludenz wird zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahr 940 erwähnt. Kaiser Otto I., der Große, schenke damals dem Churer Bischof die Ansiedlung, deren Name sich von "paludes", was soviel wie "Sümpfe" bedeutet, ableitet. Urzeitliche Funde aus der Steinzeit beweisen jedoch, dass Bludenz schon zu einem viel früheren Zeitpunkt besiedelt gewesen war. Bekannt wurde Bludenz im Jahr 1418, als der in Acht und Bann geschlagene Herzog Friedrich von Tirol ("Fridl mit den leeren Taschen") in der Alpenstadt vor seinen Verfolgern flüchtete. Die Bludenzer erwiesen sich als treue Untertanen des Habsburgers. Der bekannte Volksdichter ("der Volksfreund") vorarlbergerischer Herkunft, Josef Wichner, bezeichnet seine Heimatstadt denn auch als "Österreichs stärkste Festung", womit er schmunzelnd auf eine Volkswitz anspielt. Das kommt daher, dass die Bewohner umliegender Dörfen meinten, es gäbe drei Arten eine Festung zu nehmen: Man schießt sie zusammen, man erklettert ihre Mauern oder man hungert sie aus. Schießen würde nichts nützen, da bei den Bludenzern die Kugeln allesamt in den unzähligen Misthaufen stecken blieben, das mit dem Erklettern erwiese sich als unmöglich, da die schwachen Mauern alleine durch das Anlehnen von Leitern umstürzten und mit dem Aushungern verhielte es sich nicht bessern. denn die Bludenzer seien derartige Hungerleider, dass ihnen solchen gar nichts ausmachen würden, sie wäre es ja schon zur Genüge gewohnt ("Österreichs stärkste Festung" in "Vom Arlberg zum Bodensee - ein Vorarlberger Heimatbuch" von Josef Wichner, Verlag Heinrich Kirsch, Wien 1914, Seite 283f.).
 



Details
1.) Bludenz - Montikel: 3,9 km; Höhenbewältigung: 180 m aufwärts; Dauer: 30 Minuten.
2.) Montikel - Gastastiegele: 3,1 km; Höhenbewältigung: 90 m aufwärts; Dauer: 55 Minuten.
3.)  Gastastiegele - Grups: 1,4 km; Höhenbewältigung: 45 m abwärts; Dauer: 20 Minuten.
4.) Grups - Braz Gasthof Traube: 4,1 km; Höhenbewältigung: 100 m aufwärts, 180 m abwärts; Dauer: 1 Stunde

Gesamt
 Strecke: 12,5 km; Höhenbewältigung: 370 m aufwärts, 225 m abwärts; Dauer: 2 Stunde, 45 Minuten.

Viel Vergnügen bei dieser Wanderung wünscht der Bergfuchs.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Fraxner Kirschblüte - Weiler-Fraxern-Weiler

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 2 Stunde, 30 Minuten
Höhenunterschied: 380 m aufwärts, 380 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Fraxern, Weiler
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Landbus von und nach Weiler (Linien 59, 60), ebenso von und nach Fraxern (Linie 62)




Die Route
Die hier beschriebene Wanderung eignet sich sehr gut als Frühlingswanderung und dabei ist sie wiederum besonders in den letzten Apriltagen und Anfang Mai zu empfehlen, wenn die sprichwörtlichen "Fraxner Kirschbäume" ihre Blüte haben. Wenngleich heute die Zahl der Kirschbäume nicht mehr so hoch ist wie einstmals, so ist ihre Zahl mit etwa 2200 Stück noch immer beachtlich und machen damit Fraxern zu dem Vorarlberger"Kriasidorf" schlechthin. So gerne man die süßen roten Früchte in Desserts und Kuchen genießen möchte, am besten schlecken sie unserere
Ansicht nach noch immer in Form von "Kriasiwasser" (Kirschbrand).
 
(Blick auf Klaus)

 
Wir starten beim Gemeindeamt des Ortes Weiler, das sich gleich neben der Kriche befindet. Von dort folgen wir dem Wegweise in Richtung Fraxern, überqueren den Ratzbach und halten uns dann sogleich links und folgen dieser Gemeindestraße (Ridleweg) bis wir zum zu Klaus gehörenden Ortsteil Gardis gelangen. Dort folgen wir der Straße weiter aufwärts, bis diese nach einer Kehre in einen Forstweg übergeht. Nun geht es stetig ansteigend, aber mit nur mäßiger Steigung, etwa einen Kilometer durch den Laubwald, bis der Weg nach rechts in ein kleines Tal führt. diesem folgen wir bis wir zu einer Wiesenmulde gelangen, wo sich bei einem Stadel einige Wegweise befinden.
 
Nun folgen wir scharf nach rechts, vorbei an einem etwas höher gelegenen Stadel, am Rande der Mulde, einem Fußpfad (rot-weiß markiert), der uns durch einen schönen Laubwald bis zum unteren Ortsrand von Fraxern führt. Im Frühjahr riech es in diesem Gebiet stark nach Bärlauch, der sich überall neben diesem Weg bis hinauf nach Fraxern findet. Auf freies Gelände tretend begrüßt uns bereits die weiße Pracht der Kirschblüten, die von hier bis hinauf zur höher gelegenen Kirche alles in ein weißes Blütenmeer verwandeln. Über den geteerten Kapfweg, der etwas steil ist, gelangen wir zum Dorfzentrum in der Nähe der Kirche und des Gemeindeamtes.
 
(Kirschblüte in Fraxern - Ende April)


Wir marschieren noch etwas aufwärts, passieren den Gasthof Krone auf der rechten Seite und gelangen so zum Gasthof Sonnblick, wo eine Straße rechts abzweigt, der wir nun folgen. Wir befinden uns nun auf dem etwa 30-minütigen Elaschins-Rundweg. Nach etwa einer Viertelstunde gelangen wir am Ende dieses Fahrweges zur Flur Rungeletsch bei der wir scharf rechts abbiegen und folgen von dort ab dem Fußpfad zurück in Richtung Dorfzentrum. Dieser Weg führt nun über kleine "Tobel", über Wiesen, von denen man einen sehr schönen Blick auf das oberer Rheintal, die Drei-Schwestern-Gruppe und die Ausläufer des Rätikons hat. Bald gelangen wir so zurück zu einem Fahrweg, der bei den ersten Häusern wieder in eine asphaltierte Straße mündet, auf der wir bald wieder zum Hauptwegweiser im Zentrum von Fraxern gelangen.
 
(Fraxner Kirche mit Kirschbäumen)

 
Nun folgen wir dem Sägeweg und dem sich anschließenden Vergitzweg, bis wir zur Zufahrtsstraße nach Fraxern kommen. Dieser folgen wir nun eine ganze Weile in Richtung Weiler, passieren dabei den Rastplatz Gütle und unterqueren bei einer "Schlinge" der Zufahrtsstraße diese, wodurch wird wieder zur Wiesenmulde Tal gelangen. Beim Wegweiser halten wir uns nun links und steigen in etwa fünf Minuten hinauf zum Burgfeld der Ruine Altmontfort, wo sich ein Bauernhof mit sehr schönem Ausblick über das Vorderland bietet. Dem Weg, der beim Gehöft endet, folen wir nun über das Feld in Richtung Tal. Bald befinden wir uns bereits im zu Weiler gehörenden Ortsteil Halden. Wir biegen beim nun kommenden Wegweiser nicht nach rechts ab, sondern gehen geradeaus weiter und überqueren die Straße. Nun brauchen wir nur dem guten Weg über offenes Gelände und vorbei an Häusergruppen zu folgen und gelangen so wieder ins Tal hinunter. Bei der so erreichten  Gemeindestraßen biegen wir nach links ab, überqueren die Zufahrtsstraße nach Fraxern und den Ratzbach und gelangen nach etwa 150 Metern zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Gemeindeamt von Weiler, wo die Wanderung ihr Ende findet.
 
 

 
Details
1.) Weiler - Fraxern: 3,8 km; Höhenbewältigung: 330 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde.
2.) Fraxern - Fraxern (Rundweg): 2,2 km; Höhenbewältigung: 50 m aufwärts, 50 m abwärts; Dauer: 30 Minuten.
3.)  Fraxern - Weiler: 3,2 km; Höhenbewältigung: 330 m abwärts; Dauer: 1 Stunde.

Gesamt
 Strecke: 9,2 km; Höhenbewältigung: 380 m aufwärts, 380 m abwärts; Dauer: 2 Stunde, 30 Minuten.


Viel Vergnügen bei dieser Wanderung wünscht der Bergfuchs.

Donnerstag, 18. April 2013

Über den Dächern von Bludenz – Auf dem Montikel

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 1 Stunde, 40 Minuten
Höhenunterschied: 200 m aufwärts, 200 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Bludenz
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus und Bahn nach Bludenz
 
 

Die Route
Wir beginnen unsere Wanderung beim großen Bahnhof von Bludenz. Vom Bahnhofsportal aus spazieren wir die Bahnhofsstraße entlang aufwärts, in Richtung Zentrum der Alpenstadt, kommen dabei an der Kreuzung bei der Post vorbei und biegen hier nach rechts in die schöne Altstadt des „Städtle“ ein. Nach wenigen Metern biegen wird in die „Kirchgasse“ nach links ab und gelangen so zum überdachten Aufgang zur St. Laurentius-Kirche, gleich neben dem mittelalterlichen Tor („Feldkircher Tor“), dem einzigen, das von der alten Stadtbefestigung noch erhalten ist. Über den Treppenaufgang kommen wir, vorbei an Informationstafeln mit historischen Inhalten, zur, auf der Anhöhe gelegenen, Stadtkirche, mit ihrem markanten achteckigen Glockenturm mit Zwiebeldach. Gleich neben der Kirche befindet sich das in rosa gehaltene Schloss Gayenhofen, welches die Bezirkshauptmannschaft Bludenz beherbergt. Von hier bietet sich bereits ein schöner Blick über die Dächer der Stadt und dem beeindruckenden Bergpanorama im Hintergrund.
 
(Turm der Pfarrkirche St. Laurenzius in Bludenz)


In Richtung Norden, bis zur Feuerwehr führt uns nun der Weg weiter. Dort biegen wir nach rechts ab und spazieren links am Seniorenheim vorbei, entlang des markierten Weges, über eine Wiese zum Waldrand (man hat teilweise das Gefühl auf „Privatgrund“ zu gehen, da der (Trampel-)Pfad schmal ist und die Markierungen nicht unbedingt sogleich einzusehen sind – nicht täuschen lassen!). Nach etwa 200 Metern führt ein Weg nach rechts und steil aufwärts, durch felsiges Gelände, bis die Höhe des Montikels, etwa 180 Meter über dem Stadtkern, erreicht ist. Es finden sich ausreichend Sitzgelegenheiten auf Bänken an verschiedenen Stellen. Zwischen dem schönen Bewuchs der Anhöhe finden sich immer wieder idyllische Aussichtspunkte, von denen Man auf die Berge im Süden blicken kann. Rechter Hand kommen noch das Brandnertal und die Tschengla ins Blickfeld, etwas links findet sich der Eingang des Montafons, dessen höhere Berge (z.B. Tschaggunser Mittagsspitze) dahinter, bereits zu erkennen sind. Davor erkennt man sehr gut den großen Steinbruch von Stallehr, das Kloster St. Peter am östlichen Rand von Bludenz, Rungelin und das Schwimmbad „Val Blue“ zu unseren Füßen.
 
(Blick vom Montikel in Richtung Walgau)


Beim Weitermarsch Richtung Osten gelangen wir nach etwa 300 Metern zu einer Kreuzung, bei deren Wegweiser wir uns weiter geradeaus halten, dann aber bei der nächsten Abzweigung, nur wenige Schritte weiter, rechts bleiben und dem „Panoramaweg“ zu den Montikel-Ausblicken folgen. Bei „Hinterebene“ wenden wir uns wieder nach links und gelangen zurück zum Wegweiser, der nun nach links hinunter ins Stadtgebiet von Bludenz weist. Die knapp 200 Höhenmeter abwärts werden schnell über einen Waldweg zurückgelegt, bis wir bei der geteerten Straße herauskommen, die uns zum Schwimmbad führt. Nun brauchen wir nur noch der Untersteinstraße in Richtung Westen zu folgen und gelangen so wieder zur Altstadt von Bludenz. Hier bietet sich eine gemütliche Einkehr in eines der Gaststätten regelrecht an.
 
(Blick vom Montikel in Richtung Montafon)


Zusatz:
Die Bezeichnung „Montikel“, abgeleitet vom Lateinischen „monticulus“ für „Berglein“, findet sich an mehreren geographischen Stellen, auch in Vorarlberg. So gibt es etwa auch in Feldkirch-Tosters einen Montikel, auf dem früher Motocross-Wettbewerbe stattfanden und der auch den traditionellen „Funkabühel“ von Tosters bildet.
 

  
Details
1.) Bludenz - Montikel: 2 km; Höhenbewältigung: 200 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde, 5 Minuten.
2.) Montikel - Bludenz: 2,5 km; Höhenbewältigung: 200 m abwärts; Dauer: 35 Minuten.

Gesamt
 Strecke: 4,5 km; Höhenbewältigung: 200 m aufwärts, 200 m abwärts; Dauer: 1 Stunde, 40 Minuten.


Viel Vergnügen bei dieser Wanderung wünscht der Bergfuchs.

Freitag, 5. April 2013

Örflaschlucht - St. Arbogast

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 2 Stunden, 45 Minuten
Höhenunterschied: 240 m aufwärts, 240 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Götzis, Klaus,
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus und Bahn von und nach Götzis
 
 
 
 

Die Route
 Wir starten beim Bahnhof Götzis, von dem aus wir uns nach Osten, in Richtung Kirche, begeben, bei der wir die Bundesstraße überqueren. Die Kirche von Götzis ist eine der wenigen im Land Vorarlberg mit zwei Kirchtürmen (von denen der eine des anderen „Bürge“ sein soll). Weiter geht es von der Kirche ostwärts entlang der Straße nach Meschach, bis wir zu einer Abzweigung zum Schwimmbad („in der Riebe) kommen. Dieser folgen wir nach rechts und gelangen so bald dem Emmebach aufwärts, entlang auf dem Wanderweg zur Örflaschlucht.

(In der Örflaschlucht bei Götzis)

 Die Örflaschlucht selbst ist bereits ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem auch für Familien mit Kindern, da die felsige Schlucht, die in einem schattigen Waldtal liegt, gut zugänglich und fast eben zu durchwandern ist, schöne Plätze zum Spielen bietet und im schattigen Gelände sich auch einige Stellen zum Grillen anbieten. Am Ende der Schlucht, nachdem man die Schlucht zweimal überquert hat, zweigt nach rechts ein Weg über die „Zwurmswiese“ ab. Dieser Weg führt direkt zur Kirche St. Arbogast.

Unsere Wanderung hingegen nimmt einen anderen Verlauf. Wir halten uns links und folgen dem Weg, der nun leicht ansteigt und zwischen Felswänden hindurchführt. Bald folgt eine Kreuzung, bei der wir links bleiben und wieder leicht ansteigend, weiterhin durch Schluchten, in Richtung Klaus spazieren. Am Ende kommen wir bei der Straße heraus, die vom Ortszentrum von Klaus nach Orsanka, das etwas oberhalb davon liegt, gelangen. Hier biegen wir nach rechts ab und spazieren der Straße entlang, bis wir nach Klaus kommen.
(Blick vom Zwurms über Götzis zum Kummaberg)


 Auf der leichten Anhöhe von Klaus, auf der wir uns nun befinden, haben wir einen sehr schönen Blick auf das oberer Rheintal mit den hohen Schweizer Berge im Hintergrund. Besonders im Frühling, wenn die unzähligen Obstbäume, für die das Vorderlang bekannt ist, in Blüte stehen, ist dieser Anblick eine Augenweide. Noch schöner ist der Ausblick lediglich von den noch etwas höher gelegenen Orten Fraxern und Viktorsberg aus.

Von unserem Standort aus, im Zentrum von Klaus, folgen wir dem Wegweiser, der entlang der Straße nach St. Arbogast weist. Der Weg führt gleich neben der Landesstraße zwischen Klaus und Götzis vorbei. Nach etwas weniger als zwei Kilometern erreichen wir so die Kirche von St. Arbogast und kurz darauf die Ruine Neumontfort.
(Bergfried der Ruine Neu Montfort bei St. Arbogast)


 St. Arbogast ist ein bekannter Wallfahrtsort, der auf den fränkischen Heiligen Arbogast zurückgeht (siehe die Legende unten). Die Kirche steht mindestens seit dem 15. Jahrhundert an dieser Stelle, am Rande einer ausgedehnten Waldlichtung, an der alten Straße vom Vorderland nach Götzis.
Neumontfort kam bereits 1363 zu Habsburg und gehört damit, wie auch die Burg Neuburg (nur wenige hundert Meter entfernt auf Koblacher Gebiet), zu den ersten Erwerbungen Österreichs im Gebiet des heutigen Vorarlberg gehörte. Diese Ruine besteht heute hauptsächlich aus einen gut erhaltenen und restaurierten Bergfried. Die erste Erwähnung der Burg Neumontfort erfolgte im Jahr 1319. In den Appenzellerkriegen, zu Beginn des 15. Jahrhunderts, blieb die Burg unversehrt, was eine regionale Ausnahme darstellt. Es bieten sich vom Burgareal aus schöne Ausblicke auf das untere Rheintal und den, in der Mitte des Rheintals liegenden, Kummaberg.

 Von der Ruine kehren wir wieder zurück auf die Landesstraße und folgen der Straße weiter, bis wir zurück nach Götzis kommen. An der Kirche vorbei geht es zum Bahnhof, wo wir die Wanderung angetreten hatten.
 
Legende von St. Arbogast
 Einstmals soll der fränkische König Dagobert II. eine Inspektionsreise durch sein Reich unternommen haben. Dabei kam der Merowingerherrscher auch in das Gebiet des heutigen Vorarlberg. Auf der Reise begleitete ihn auch sein Sohn, Prinz Sigibert. Zur Erbauung wurde, wie damals üblich, eine Jagd unternommen. Es begab sich nun, dass der junge Prinz in wildem Ritt einem wilden Eber nachjagte, dabei aus dem Sattel fiel, sich mit seinem Fuß im Steigbügel verfing und vom aufgeschreckten Ross über Stock und Stein mitgeschleift wurde. Als das Tier endlich von den Jagdgenossen zum Stillstand gebracht wurde, konnte nur mehr der Tod Sigiberts festgestellt werden. Auf den Knien flehte König Dagobert um das Leben seines Sohnes, als ihm berichtet wurde, ein heiliger Mann wohne in dieser Gegend, ein gewisser Arbogast, der womöglich helfen könne. Man brachte den Leib des Zerschundenen zu dem einsiedlerisch lebenden Gottesmann, der ein paar Gebete sprach, den Jungen berührte und ihn so ins Leben zurückholte. Zum Dank habe Dagobert daraufhin ein Kirchlein gestiftet. Dieses Kirchlein sei St. Peter in Rankweil, so wird berichtet. Die ganze Geschichte soll sich im 7. Jahrhundert abgespielt haben; Arbogast starb im Jahr 678 in Straßburg.



Details
1.) Götzis - Klaus: 6,5 km; Höhenbewältigung: 240 m aufwärts, 160 m abwärts; Dauer: 1 Stunde, 35 Minuten.
2.) Klaus - Neumontfort: 2 km; Höhenbewältigung: 20 m aufwärts, 20 m abwärts; Dauer: 35 Minuten.
3.) Neumontfort – Götzis: 2 km; Höhenbewältigung: 80 m abwärts; Dauer: 35 Minuten.
Gesamt
 Strecke: 10,5 km; Höhenbewältigung: 240 m aufwärts, 240 m abwärts; Dauer: 2 Stunde, 45 Minuten
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Viel Vergnügen bei dieser Wanderung zwischen Götzis und dem Vorderland wünscht der Bergfuchs.

Donnerstag, 14. März 2013

Zur Ruine Ramschwag

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer:  1 Stunde, 20 Minuten
Höhenunterschied: 80 m aufwärts, 80 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Nenzing
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus und Bahn von und nach Nenzing





Die Route
            Ausgangspunkt der heutigen Route bildet die Kirche der Marktgemeinde Nenzing im Walgau. Wir überqueren die Straße zum, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen, Schulhaus, wenden uns nach links (Osten) und biegen bei der ersten Abzweigungen rechts, bei einem sehr schönen alten Gasthof, ab. Dieser Straße folgen wir nun, bleiben bei der gleich folgenden Gabelung rechts und folgen der Straße immer weiter in Richtung Westen. Es geht nun bereits leicht aufwärts; die Straße macht nach ein paar hundert Metern eine Kurve nach links und wir gelangen so auf ihr zu einer Kreuzung, bei der wir rechts abbiegen. Nun geht es etwa 250 Meter weiter in Richtung Beschling, bis wir zu einer Kreuzung gelangen, wo wir scharf nach links abzweigen. So gelangen wir zu Bazulstraße, der wir jetzt etwa 150 Meter weit folgen, bis auf der rechten Seite ein Weg abzweigt, der uns, nach baldigem erneutem rechten Abzweigen, in wenigen Minuten auf die Anhöhe führt, auf der die Ruine Ramschwag thront. Auf dem Weg zur Ruine befinden sich einige sehr informative Schautafeln, die über die Geschichte der Ruine und des Geschlechts derer von Ramschwag berichten.

(Überreste des Wohnturms der Anlage Ramschwag)


            Nach Besichtigung der Ruine nehmen wir zuerst denselben Weg zurück, biegen aber bei der ersten Abzweigung nach rechts ab und gelangen so wieder zur Bazulstraße. Nach etwa einem Viertelkilometer zweigt ein Weg auf der rechten Seite ab, dem wir nun folgen und der uns in einem flotten Gang durch den Wald nach Beschling führt, das noch zur Gemeinde Nenzing gehört. An der kleinen Kirche vorbei gelangen wir dort zur Straße, die nach Nenzing führt. Bereits nach wenigen Metern zweigt ein Wander- und Spazierweg rechts ab, auf dem wir die schöne Ausschicht auf die Sonnenseite des Walgaus mit Dünser Sender und Hochgerach, das Große Walsertal und das im Osten noch etwas entfernte Klostertal genießen können und unterhalb der Ruine Ramschwag wieder, in etwa 20 Minuten, zurück zu unserem Ausgangspunkt, der Kirche von Nenzing, gelangen.

(Blick von über Nenzing auf den Walserkamm im Hintergrund)



Die Ruine Welsch-Ramschwag
Die Ruine Welch-Ramschwag ist eine der zahlreichen Burgen- und Wehranlagen, die sich in Vorarlberg  fast ausschließlich im Rheintal und im Walgau befanden (Ausnahmen bilden die Burg Valkastiel oberhalb von Vandans im Montafon und das bei Stallehr gelegene Diebsschlössle). Der Name Walgau leitet sich von „Welschgau“, dem Gau der Welschen, ab. Tatsächlich wurde im südlichen Teil Vorarlbergs noch Jahrhunderte lang Romanisch gesprochen, als im Norden sich längst der alemannische („tütsche“) Einfluss durchgesetzt hatte. Zahlreiche geographische Bezeichnungen und auch etliche Familiennahmen weisen noch heute auf den romanischen Einfluss und Ursprung hin.

            Die Anfänge der Anlage Ramschwag gehen auf die Jahre 1270-1290 zurück. Die ursprünglichen Herren der Burg stammten aus dem Geschlecht der Ramschwag, die im Dienste des Klosters St. Gallen (Schweiz) standen und auch dort ihren Stammsitz hatten. Das Gebiet um Nenzing erhielten die Ramschwager als Dank für die Rettung des Lebens Rudolfs von Habsburgs durch Heinrich Walter von Ramschwag, in der Schlacht am Marchfeld 1278.

(Blick von Nenzing ins Klostertal)


Ramschwag bestand im Wesentlichen aus einem befestigten Wohnturm und bildete mehr ein Außenposten der Montforter Grafenlinie von Werdenberg-Sargans, denn ein starke Befestigungsanlage. Das Geschlecht Ramschwag war Parteigänger der Montfort-Werdenberger und befand sich deshalb in dauernden Spannungen mit der Linie Montfort-Feldkirch (der Konflikt zwischen den beiden Zweigen Feldkirch und Werdenberg ist wohlbekannt und taucht in der Geschichte des Vorarlberger Oberlands im Hoch- und Spätmittelalter immer wieder auf). 1352 wurde Ramschwag an Rudolf IV. von Montfort-Feldkirch verkauft. 1360 kam es zum Angriff der Werdenberger gegen die Burg Ramschwag, der von Hartman von Prasberg, dem damaligen Burgvogt, erfolgreich zurückgeschlagen wurde, was Hartman einiges an Ruhm eingebrachte. 1360 wurde Ramschwag an das Haus Habsburg verkauft.

            Am St. Michaeliabend (28./29. September) 1405 wurde die Burg Ramschwag, ebenso wie zu dieser Zeit die meisten Burgen Vorarlbergs, im Zuge der „Appenzellerkriege“ zerstört. Zerstörer waren jedoch nicht die „Appenzeller“, sondern die lokale Bevölkerung selbst, die durch diese Plünderungsaktion ihren Unmut über die herrschenden habsburgischen Vögte äußerte. Nach dieser Zerstörung wurde die Burg nicht wieder aufgebaut und verfiel in der Folge immer mehr. Wie bei den meisten Ruinen wurden auch hier von der Bevölkerung Steine zum Bau von Häusern, Ställen und Mauern verwendet. Das Wappen der Ramschwager, zwei rote, gekrönte Leoparden, bildet heute das Gemeindewappen von Nenzing.



Details
1.)    Nenzing – Ruine Ramschwag: 1,7 km; Höhenbewältigung: 80 m aufwärts; Dauer: 25 Minuten
2.)    Ruine Ramschwag - Beschling: 2,1 km; Höhenbewältigung: 76 m abwärts; Dauer: 35 Minuten
3.)    Beschling - Nenzing: 1,8 km; Höhenbewältigung: 4 m abwärts; Dauer: 20 Minuten

Gesamt
            Strecke: 5,6 km; Höhenbewältigung: 80 m aufwärts, 80 m abwärts; Dauer: 1 Stunde, 20 Minuten

Einen schönen Ausflug in den Walgau, wünscht der Bergfuchs.

Freitag, 1. März 2013

Wildpark Ardetzenberg

Der heute beschriebene Ausflug kann zu jeder Jahreszeit unternommen werden und ist vor allem auch mit Kindern zu empfehlen. Der Wildpark auf dem Ardetzenberg, einem der Geländeerhebungen zwischen denen sich der mittelalterliche Kern der Stadt Feldkirch befindet, gehört zu den beliebtesten Ausflugzielen der Umgebung der Stadt, und bis über die Staatsgrenzen hinaus. Seit Jahrzehnten in Betrieb, zeichnet er sich durch Familienfreundlichkeit aus, insbesondere auch deshalb, weil kein Eintritt verlangt wird. Spenden sind allerdings sehr willkommen (Spendenkasse direkt beim Eingang am Ardetzenweg).

            Insgesamt umfasst der Wildpark etwa 180 Tiere: Murmeltiere, Gämsen, Steinböcke, Luchse, Wölfe, Rotwild, Wildschweine, Damwild und diverse Vogelarten, erfreuen sich auf der ruhig gelegenen Kuppe, des von eiszeitlichen Gletschern abgeschliffenen Berges, die größtenteils bewaldet ist, ihres munteren Daseins.



            Der Park liegt etwa 150 Höhenmeter über dem Stadtkern und ist über mehrere Wege, aus verschiedenen Stadtteilen von Feldkirch gut erreichbar. Wer keinen Anstieg auf sich nehmen möchte (etwas mit kleinen Kindern), der kann auch den großen Parkplatz, etwa zweihundert Meter unterhalb des Wildparks, benutzen. An schönen Wochenenden kann es dort allerdings schon einmal eng werden.

            Eine schöne Möglichkeit den Ardetzenberg zu „erklimmen“, besteht darin, dass man als Ausgangspunkt das Churer Tor wählt, welches früher Teil der Stadtmauer war und wie der Name schon sagt, zur Straße nach Chur (über Heiligkreuz) hinaus führte. Vom Busplatz aus ist das Tor in zwei Gehminuten in Richtung Süden (Liechtenstein) zu erreichen. Wir überqueren die Kreuzung und gelangen auf der anderen Straßenseite zur Churer Straße, der wir allerdings nur etwa dreißig Meter weit folgen und dann gleich in der ersten Kurve nach rechts, zwischen den Häusern hindurch, abzweigen und so zur steil nach oben führenden Himmelstiege gelangen. Diese Stiege führt in zwei Etappen, wobei nach der ersten die Ardetzenbergerstraße überquert wird, zur Weinberggasse. Hier biegen wir nach rechts ab und folgen der Gasse, bis wir nach den letzten Häusern zu einer Kreuzung kommen, bei der wir uns weiter geradeaus halten. Nun sind es noch knapp hundert Meter, bis auf der linken Seite das Rotwildgehege beginnt. Wieder etwa hundert Meter weiter zweigen wir rechts beim Murmeltiergehege rechts ab und gelangen so zum Haupteingang des Parks, wo sich bereits das Gämsengehege befindet. Rechts den Hang ein wenig hinunter gelangen wird zum Streichelzoo. Der Rundgang durch den Wildpark selbst kann beliebig gewählt werden. Anschließend an die Gehege befindet sich des Weiteren ein Waldlehrpfad mit einigen Schautafeln, auf denen der Wald und dessen Nutzen und Funktion erklärt wird. Für Kinder findet sich zusätzlich zu den tierischen Attraktionen noch ein großer, Spielplatz, der zu allerlei Abenteuern einlädt.



Am besten man folgt nun vom Parkeingang immer der Schallerhofstraße, vorbei am Kiosk in Richtung Nordosten, die bei einer Kreuzung, wo die Berggasse heraufführt, endet. Hier zweigen wir nach links ab und folgen dem Sautränkeweg, der uns nach etwa dreihundert Meter zur Sautränke, einem kleinen Tümpel zwischen den hohen Bäumen, führt. Bei der nun kommenden Kreuzung, biegen wir nach links ab und folgen der Höhenstraße zurück zum Rotwildgehege, wo wir den Wildpark betreten hatten.


Für den Rückweg empfiehlt sich eine etwas abgewandelte Route. Wir folgen wieder der Weinberggasse, halten uns jedoch auf der linken Straßenseite und nehmen die an einem Weinberg vorbeiführenden Treppen, die steil nach unten führen. Diese Treppe befindet sich etwa zweihundert Meter unterhalb der Kreuzung, wo sich die Einfahrt zum Parkplatz des Wildparks befindet. Wir überqueren dann die Ardetzenbergstraße und gelangen unterhalb der HLW/BAKIP (auch „Nonnenbühel“ genannt) über einen Pfad hinunter zur Fidelisstraße, hinter der Arbeiterkammer. Nach wenigen Schritten befinden wir uns wieder beim Busplatz, wo unser Ausflug endet.



             Einen schönen Ausflug über den Dächern von Feldkirch wünscht der Bergfuchs.