Freitag, 21. September 2012

Nenzinger Himmel

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 3 Stunden
Höhenunterschied: 360 m aufwärts; 360 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Nenzinger Himmel
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: nur erreichbar mit lokalen
Wanderbus-Unternehmen Anton Gantner (05525/62217) und Lisi & Fridl Touristik (05525/62594). Ausschließlich Nenziger Bürger haben Zufahrt zum „Himmel“ mit dem Privatauto. Es herrscht ebenso striktes Radfahr- und Mountainbikeverbot.

 


 

Die Route


Wir starten beim Hauptwegweiser an der Kreuzung zwischen den Zufahrtsstraße zum Nenziger Himmel und der Abzweigung zum „Lädele“ bzw. zu den beiden Einkehrmöglichkeiten (Gasthof Gamperdona, Restaurant-Café Panüler) vor Ort. Wir überqueren den Bach und kommen auf der anderen Uferseite zu einer Siedlung, die Fasel genannt wird. Dort befindet sich ein Wegweiser, der uns über eine Wiese zum, den Rundungen des Hanges angepassten und schön ansteigenden, Weg bringt, welcher zur Setschalpe hinauf führt. Diesem Pfad folgen wir nun eine ganze Weile, wobei sich bereits ein schöner Überblick über die Sommersiedlung Nenzinger Himmel und den sie umgebenden Bergkranz bietet. Bald gelangen wir in waldiges Gelände, was den Anstieg, vor allem an heißen Sommertagen, sehr erleichtert. Nach queren eines Wildbaches geht es in vielen Serpentinen stetig nach oben. Nach etwa einer Stunde gelangen wir wieder auf offenes Gelände, überqueren Alpweiden und gelangen so zur Setschalpe, von der aus man einen sehr schönen Blick auf das Sareiserjoch (Übergang ins Fürstentum Liechtenstein) und den Fundelkopf hat. Otterkirchle, Pfannenknechtle, Blankuskopf und Windecker Spitze „sichern“ der Alpe den Rücken und bilden ein beeindruckendes Bild für den sich von unten nähernden Wanderer. In der Umgebung der Alpe ist es gut möglich auf das eine oder andere Murmeltier zu stoßen. Diese kommen bei entsprechend ruhigem Verhalten manchmal bis auf wenige Meter an den Menschen heran. Zumindest das charakteristische, der Warnung der Artgenossen dienende, Pfeifen der gebirgserfahrenen Pelztiere kann hier recht oft vernommen werden.



Von der Setschalpe geht es auf einem schönen breiten Höhenweg unterhalb des Otterkirche zum etwas tiefer gelegenen Hirschsee. Vorbei an Zirben, imposanten „Rüfena“ geht die Wanderung nun, vor uns das Massiv des 2859 Meter hohen Panüler (Steig mit weiß-blau-weiße Markierung), hinter dem sich der Gletscher der Schesaplana befindet, dominieren das Bild. Bald sehen wir vor uns auch das die Grenze zum schweizerischen Bündnerland bildende Salarueljoch, das sich zwischen dem Salaruelkopf und der Hornspitze befindet. Auf dem ganzen Weg begegnen uns immer wieder, je nach Jahreszeit, Alpenrosen, Glockenblumen, verschiedene Enzianarten, Silberdisteln, Finger-Zahnwurz und viele andere.
Am linken Wegrand kommen wir nach etwa fünfzig Minuten zu einem Wegweiser, der uns durch ein dichtes Latschengebiet (mit entsprechendem Latschenduft) zum Hirschsee führt. Der kleine See selbst ist vom Weg aus, auch aus höheren Lagen, nicht zu erkennen. Völlig eingebettet in hochalpinen Bewuchs breitet sich der See vor dem Auge des Betrachters aus. Am Ufer des Wassers lässt es sich gut eine Zeitlang verweilen und das herrliche Panorama genießen. Vom See aus folgen wir noch etwa zehn Minuten lang dem Weg weiter in Richtung Panüleralpe, bis wir auf einen Fahrweg kommen, der zur Alpe weiter oben führt. Diesem Weg folgen wir nun ein paar Minuten lang abwärts, bis uns ein Wegweiser nach links durch den lockeren Mischwald führt. Nun überqueren wir mehrmals den Fahrweg, marschieren mal durch Wald, mal durch offenes Gelände, vorbei an kleinen Wassern, die sich schnell talwärts bewegen, bis wir am Ende des Waldes zu den ersten Häusern des Nenzinger Himmels gelangen. An der Kreuzung, wo wir unsere Wanderung begonnen hatten, endet diese auch wieder.



 

Details
1.)    Gamperdona – Setschalpe: 2 km; Höhenbewältigung: 360 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde 20 Minuten.
2.)    Setschalpe – Hirschsee: 3,5 km; Höhenbewältigung 40 m abwärts; Dauer: 40 Minuten.
3.)    Hirschsee – Gamperdona: 4 km; Höhenbewältigung: 320 m abwärts; Dauer: 1 Stunde.

Gesamt

            Strecke: 9,5 km; Höhenbewältigung: 360 m aufwärts, 360 m abwärts; Dauer: 3 Stunden.

 
Ein schönes Wandererlebnis mit viel Freude wünscht der Bergfuchs.

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