Montag, 10. August 2015

Radtour von Feldkirch nach Bregenz


Übersicht

Streckenlänge: 45 Kilometer

Höhenbewältigung: 50 m abwärts

Dauer: ca. 2 ½ – 2 ¾ Stunden

 

 

Die Route

Wie schon beim letzten Mal ist auch dieses Mal die Stadt Feldkirch der Ausgangspunkt der heutigen Radtour, die ein regelrechter Klassiker für Radler in Vorarlberg darstellt: Das Rheintal abwärts Richtung Norden, zum Bodensee. Aufgrund der klimatischen Unterschiede zwischen Land und See muss hier gleich vor Beginn der Tour ein wichtiger Hinweis gegeben werden: Nachdem sich das Land schneller erwärmt als das Wasser, entsteht eine Luftströmung, die recht schnell von einer Richtung in die Gegenrichtung wechseln kann. So ist es am Morgen oft so, dass das Land noch kühl ist, während der See eine relativ höhere Temperatur aufweist. Gegen den Nachmittag hin kehrt sich dieses Verhältnis um und das Land weist bald eine höhere Temperatur auf, als das Wasser. Aus diesem Grund sollte die heutige Radtour noch vor dem Mittag unternommen werden, denn dann haben wir in der Regel Rückenwind – später am Tag bläst uns der Wind, teilweise sehr heftig, meist ins Gesicht. Sollte diese Radtour in umgekehrter Richtung, von Bregenz nach Feldkirch, unternommen werden, empfiehlt sich deshalb erst nach der Mittagszeit zu starten.


(Blick vom Illspitz der Ill flussaufwärts)

 

Wir beginnen die Radtour beim „Churertor“ auf der Westseite der Altstadt von Feldkirch. Wir überqueren die Hauptverkehrsstraße und folgen der gegenüber liegenden Straße durch die enge Illschlucht und überqueren an deren Ende den Fluss „Ill“ über die „Vereinigungsbrücke“, eine seit einigen Jahren nur noch für Fahrräder und Fußgänger geöffneten Brücke. Bei der nun folgenden Kreuzung sehen wir einen grünen Radwegweiser („Lustenau 28,1 km“), der uns auf einem Damm entlang der Ill in Richtung der Mündung der Ill in den Rhein führt. Wir unterqueren eine Eisenbahnbrücke und zwei Kilometer weiter eine Straßenbrücke. Bald darauf folgt ein breiter Schotterweg durch den Wald, der uns durch den Wald bis zum Illspitz (Mündung der Ill) führt. Dort überqueren wir die Ill über den Steg und gelangen so auf das rechte Ufer.


(Brücke über die Frutz bei Koblach)

 

Von nun an bewegen wir uns bis zu unserem Ziel, dem Hafen von Bregenz, ausschließlich auf geteerten Wegen. Die Route führt nun entlang des österreichischen Rheinufers, vorbei am Grenzort Meiningen bis nach Koblach, wo sie die Mündung der Flusses Frutz in den Rhein befindet. Bei der dortigen blau gestrichenen Brücke befindet sich ein sehr schöner und großer Rastplatz, bei dem sich auch ein Kinderspielplatz befindet. Weiter geht es über einen kleinen Steg, wo ein Bach in den Rhein mündet. Nun geht es vorbei an Koblach, das eine sehr schöne große Kirche auf einer Anhöhe hat. Auf der anderen Seite des Rheins, in der Schweiz, erblicken wir einen kleinen Hügel und direkt darunter die Ortschaft Montlingen.

 

Der nächste Ort an dem wir uns vorbeikommen ist die Gemeinde Mäder. Hier passieren wir den Tennisplatz und zweigen bald darauf nach rechts über einen Bach ab, um dann sogleich wieder nach links einzuschwenken (auf die Markierungen, grüne Tafeln achten!). Die Beschilderung des Radwegs ist auf der gesamten Strecke sehr gut und führt größtenteils entlang des Rheins, bzw. des Alten Rheins um Mäder, Altach und Hohenems herum. In dem Bereich zwischen Mäder und Altach gibt es größere Strecken, die abseits vom Fluss, durch Felder führen und bei denen man hin und wieder von der „direkten“ Linie etwas abweichen muss. Wenn man jedoch auf die entsprechenden Tafeln achtet, besteht nicht die Gefahr den falschen Weg einzuschlagen.

 

Wir kommen nun am Erholungszentrum „Rheinauen“ vorbei, das bereits auf dem Gemeindegebiet von Hohenems liegt. Vorbei geht es an der Autobahnauffahrt und bald darauf am Grenzübergang nach Diepoldsau, das bereits in der Schweiz liegt. Hier gilt es die Überführung zu nehmen, um nicht zu „ebener Erde“ direkt zum Zollamt zu gelangen. Weiter geht es ein etwas „lautes“ Stück entlang der Autobahn. Dieses ist jedoch nicht sehr lang und führt dann sehr gemütlich entlang des Damms am Alten Rhein nach Lustenau. Nachdem wir den Grenzübergang „Schmitterbrücke“ passiert haben, gelangen wir, entlang von Schrebergärten, zu einem sehr schönen, großzügig gestalteten Rastplatz, der sich bereits in Lustenau befindet.


(Brücke von Lustenau nach Widnau – CH)

 

Dann geht es wieder zum Rheindamm hinauf auf den Radweg, wo wir nach wenigen hundert Metern die Eisenbrücke von Lustenau-Wiesenrain nach Widnau (CH) unterqueren. Der jetzt anschließende Weg ist etwas eintönig und führt unterhalb des Damms, so dass wir den Fluss nicht sehen können, an Lustenau vorbei. Wir passieren das Fußballstadion, kommen an einer weiteren Brücke in die Schweiz ( nach Au) und der Eisenbahnbrücke nach St. Margrethen vorbei und überqueren den Rhein auf der Brücke nach Höchst. Auf der anderen Flussseite führt der Radweg nun an Höchst und Fußach vorbei, bis wir bei Fußach den Rhein erneut überqueren und nach Hard gelangen. Wir fahren jedoch von der Brücke nur wenige hundert Meter weit, überqueren zuerst den Rhein, dann den Lustenauer Kanal und dann die Dornbirnerache (alle drei Flüsse fließen parallel, in nur geringem Abstand, in den Bodensee). Bei der Dornbirnerache zweigen wir nach links ab (Radwegmarkierung) und folgen dem Fluss, bis uns ein Wegweiser halbrechts abzweigen lässt. Wir fahren zwischen dem Harder Fischteich und dem Binnenbecken hindurch und gelangen zu den Hafenanlagen der Gemeinde Hard.


(Beim Harder Hafen)

 

Dem Radweg weiter folgend gelangen wir so bis an den Waldrand, der bereits zur Au der Bregenzerache gehört. Hier biegen wir nach rechts ab, biegen bei bald folgenden der markierten Wegkreuzung in Richung Bregenz nach links ab und gelangen so über eine Brücke über die Bregenzerache. Nun geht es noch etwas durch den Wald, bis wir zu einer Straße kommen, wo wir nach links abbiegen. Dieser Straße folgen wir nun bis zu einer Abschrankung bei einer Jausenstation. Hier beim Wocherhafen folgen wir dem sehr schönen Uferweg entlang, teilen uns den Weg teilweise mit dem Fußgängern, was das Tempo freilich verlangsamt, und kommen so am Kloster Mehrerau und am dortigen Campingplatz vorbei. Es folgen der Yachthafen, der Sporthafen und das Strandbad. Dann passieren wir das Festspielhaus und folgen dem Radweg, vorbei an den Seeanlagen, bis wir zum Hafen gelangen, wo wir unser Ziel erreichen.


(In Bregenz am Hafen)

 

Bregenz ist eine Stadt, die ihren Reiz besonders im Sommer entfaltet. Zwischen Pfänder, Bregenzerache und Bodensee gelegen verfügt die Stadt über eine kleine aber reizvolle Altstadt – vor allem mit der etwas erhöht liegenden Oberstadt mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem „Martinsturm“ mit seinem markantem Zwiebelturm. Im Sommer finden direkt am Bodensee, beim der Seebühne die weltbekannten Bregenzer Festspiele statt.


 

Eine schöne Tour wünscht Euch der Bergfuchs.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Radtour von Feldkirch nach Schruns


Liebe Freunde!

 

Bisher wurden auf diesem Blog allerlei Wanderungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Längen beschrieben. Dazu gesellten sich von Zeit zu Zeit „Sonderbeiträge“, die nicht direkt in Zusammenhang mit dem Wandern standen, wie etwa Beiträge über lokales Brauchtum. Mit dem heutigen Beitrag beginne ich einen weiteren Bereich hinzuzufügen, nämlich jenen, der interessante Radtouren vorstellen soll. Radfahren und Wandern lassen sich denn auch wunderbar miteinander vereinen – das eine kann nahtlos in das andere übergehen. Ich hoffe damit sowohl informativ zu sein, als auch zur Unterhaltung von Euch, meinen Lesern, beizutragen. Wie immer bin ich auch hier für Eure Rückmeldungen dankbar (Mail: office.fme@gmail.com).

 

Mit besten Grüßen,

 

Euer Bergfuchs

 

 

Radtour von Feldkirch nach Schruns

 

Übersicht

Streckenlänge: 41 Kilometer

Höhenbewältigung: 240 m aufwärts

Dauer: ca. 2 – 2 ¼ Stunden

 

Die Route

Die heutige Radtour führt von der zentralsten Stadt Vorarlbergs, Feldkirch mit ihrem wunderschönen Altstadtkern, nach Osten und Südosten durch den Walgau und das Montafon, bis zu dessen Hauptort Schruns.
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 (Blick von Frastanz aus in Richtung Westen - Schweiz)

Wir beginnen unsere Tour beim „Rösslepark“ am östlichen Ausgang der Stadt Feldkirch unterhalb der Schattenburg. Vom dortigen Radwegweiser (grün) geht es zuerst auf dem Radweg entlang der Bundesstraße durch die Illschlucht und die Felsenau in Richtung Frastanz. In Frastanz führt der Weg zuerst auf dem breiten und gut markierten Radweg der Bundesstraße entlang, überquert diese jedoch bald und führt dann durch beruhigte Wohngebiete, vorbei an einer Gärtnerei in Richtung Illfluss. Dieser Fluss begleitet uns die gesamte Strecke über bis zu unserem Ziele.

3 (Brücke über die Ill bei Lorüns)

Nun folgen wir der Ill weiter, überqueren sie jedoch nie, durch Auen und durch Wiesen und Felder, entlang der Eisenbahn und vorbei an schönen Seen, die oft von Petrijüngern besucht werden, um ihrem Hobby zu frönen. Es ergeben sich hier viele schöne Landschaftsbilder mit blauen Gewässern im Vorder- und hohen Bergen im Hindergrund. In Nenzing kommen wir am neuen Walgauschwimmbad vorbei, das gerade erst eröffnet wurde (Juli 2015).
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 (Bei der Tschalega-Au mit Blick Richtung Osten - Klostertal)

Je näher wir Bludenz kommen, desto näher rücken auch die Berge unserer Fahrstrecke. Am Ende von Nenzing unterqueren wir die Eisenbahnlinie und fahren dann durch lichten Wald und kommen am Werk der bekannten Firma „Liebherr“ vorbei. Dann folgt das „unangenehmste“ Stück der Tour: die Fahrt direkt entlang der Autobahn. Glücklicherweise dauert diese nur wenige Minuten und wir gelangen an einen sehr schönen See am Ende der Tschalenga-Au. Nun d wir uns bereits auf dem Gemeindegebiet von Nüziders, überqueren die Ill und die Autobahn und fahren auf der anderen Flussseite stromaufwärts bis nach Bludenz. Bludenz selbst sehen wir nicht, sondern umfahren die Stadt entlang der Ill (wer möchte kann freilich einen Abstecher in die Alpenstadt machen). Weiter geht es vorbei am Ortsteil Brunnenfeld, über die Brücke bei der Mündung der Alfenz in die Ill und kurz darauf über die Brücke auf die andere Seite der Ill. Wir kommen nun in die Gemeinde Lorüns.

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(Venser Kapelle - Vandans)
Vorbei an sehr schönen Gärten gelangen wir nun zur engsten Stelle des Tals. Nun kommt der einzige größere Anstieg unserer Tour. Im Wald oberhalb der Ill steigt der Weg nun deutlich an, so dass ein ungeübter Fahrer (sofern er kein E-Bike hat) schon etwas ins Schwitzen kommen kann. Die Fahrt führt allerdings durch kühlen Wald, was gerade an heißen Sommertagen sehr angenehm ist. Dort wo wir aus dem Wald herauskommen, befinden wir uns bereits am Ortsrand von Vandans bei der Vens-Kapelle. Nun heißt es Acht geben. Direkt gegenüber der Kapelle führt er Weg nach links dem Waldrand entlang in Richtung Fluss. Der nun folgende Streckenabschnitt ist sehr schön. Es geht in leichtem Auf und Ab munter dahin, durch Wald und lichte Stellen und bietet immer wieder Ausblicke auf den Ort Vandans. Bald überqueren wir den Rellsbach, kommen am Ausgleichsbecken „Rodund“ der Illwerke-VKW vorbei, folgen der Trasse der Montafonerbahn und gelangen in kurzer Zeit nach Tschagguns. Noch einmal überqueren wir die Ill und folgen dem Radweg entlang der, aus dem Silbertal kommenden, Litz bis zum Ortskern von Schruns, wo unsere Radtour endet. (Die Rückreise kann mit der Montafonerbahn angetreten werden, sofern eine Rückfahrt per Rad nicht erwünscht ist.)
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 (Blick Richtung Schruns mit Hochjoch)

Eine schöne Tour auf zwei Rädern wünscht Euch der Bergfuchs.

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Der Radweg ist auf der gesamten Strecke von Feldkirch nach Schruns sehr gut beschildert und führt über die weitesten Strecken hinweg nicht auf dicht befahrenen Straßen. An manchen Stellen lässt sich die Überquerung solcher Straßen jedoch nicht verhindern, auch führt der Weg auf einer Länge von etwa zwei Kilometern direkt an der Autobahn entlang.

Im Juli 2015 ist vom Land Vorarlberg eine neue Radkarte für das gesamte Land herausgegeben worden. Diese Karte kann kostenlos bei den Verkehrsbüros der Gemeindeämter und bei den Vmobil-Punkten erworben werden. Auch ist eine entsprechende App im Internet verfügbar.

Donnerstag, 12. März 2015

Klaus Tschütsch mit Lourdes-Kapelle


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Übersicht

Schwierigkeit (1-5): 1

Dauer:  50 Minuten

Höhenunterschied: 80 m aufwärts, 80  m abwärts

Einkehrmöglichkeiten: Klaus

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit Landbus von Götzis oder aus Feldkirch in kurzen Intervallen erreichbar






Nach den Feiertagen hat sich bei so manchem das eine oder andere zusätzliche Pfund an Körpergewicht angesammelt. Die kalte Jahreszeit verleitet dazu viel Zeit in geheizten (oft überheizten) Räumen zu verbringen und sich nur wenig körperlich zu betätigen. Deshalb wollen wir es heute etwas gemütlicher angehen. Die erste Wanderung im neuen Jahr ist denn auch mehr ein gemächlicher Spaziergang für einen müßigen Sonntagnachmittag. Nicht die Herausforderung, sondern die leichte Bewegung an der frischen Luft, steht heute im Zentrum.
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 (Kirche von Klaus)


Die Route

Die Vorderlandgemeinde Klaus mit knapp über 3000 Einwohnern (2014), die zwischen Götzis, Koblach, Weiler und Fraxern (am Berg oben) liegt, gehört zu einer besonders reizvollen Gegend Vorarlbergs. Obst- und Weinbau sind häufig vertreten und von den schönen Hanglagen hat man einen wunderbaren Blick auf das obere Rheintal bis hin zu den Schweizer Bergen. Klaus gehört zu den Gemeinden mit den meisten Sonnenstunden im Vorderland.
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 (Lourdes-Kapelle)


Unsere Wanderung beginnt bei der Klauser Kirche, an der Straße, die über St. Arbogast nach Götzis führt. Wir überquerend diese Landesstraße und begeben uns ein paar Schritte abwärts in Richtung der Kehre unterhalb der Kirche. Nach wenigen Augenblicken jedoch sehen wir bereits den Wegweiser, der uns dazu auffordert nach rechts in eine Gemeindestraße abzubiegen. Nun heißt es Acht geben: Nach wenigen Schritten zeigt die Markierung (weiß-gelb) auf der rechten Straßenseite bei einer Treppe unterhalb eines Stalls bei einem Bauerhof an, dass wir wiederum nach rechts abzubiegen haben und vorbei an dem Gehöft auf einen schmalen Pfad gelangen, der uns in wenigen Kehren und in nur fünf Minuten Gehzeit zur Lourdes-Kapelle bringt, die auch „Tschütschkapelle“ genannt wird, nach der bewaldeten Erhebung in nördlicher Richtung dem „Tschütsch“ mit einer Höhe von 648 Metern.
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 (Eingang zur Lourdes- bzw. Tschütschkapelle)


Es ist erstaunlich wie sich der Blick auf die Landschaft bereits nach wenigen Höhenmetern (ca. 50 ab der Klauser Kirche) erweitert. Von der Kapelle aus sieht man bereits über den Ort Klaus und die Nachbargemeinde Weiler hinweg bis zu den Bergen des Rätikons im Hintergrund. Oberhalb von Klaus kommt schon die Kirche von Fraxern und etwas weiter zur Rechten die Höhengemeinde Viktorsberg ins Bild. Die Lourdes-Kapelle mit entsprechender Lourdes-Grotte wurde 1908 anlässlich des 50. Jubiläums der Erscheinung von Lourdes gebaut.   
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 (Blick über Klaus nach Weiler)


Nachdem wir die Kapelle besichtigt und die Aussicht genossen haben, gelangen wir über einen schmalen Wiesenpfad in Richtung Westen und kommen bald an einigen Wohnhäusern vorbei. Dazwischen zeigen sich immer wieder schöne Ausblicke in das obere Rheintal – gerade auch die Drei Schwestern, erhaben hervortretend durch das tief ausgeschnittene Saminatal zur Linken und den steil abfallenden Felsen zum Rheintal auf der Rechten, zeigen sich dem interessierten Betrachter. Von hier aus erkennen wir auch die glücklicherweise im Vorderland immer noch vorhandenen freien Flächen, die nicht selten von Obstbäumen geschmückt werden. Das Vorderland gilt heute immer noch, früher jedoch noch weitaus mehr, als der Obstgarten des Landes Vorarlberg. Wir wandern nun ein kurzes Stück der Zufahrtsstraße zu den Wohnhäusern entlang und biegen dort wo diese eine scharfe Kehre nach links, ins Klauser Zentrum zurück, macht, nach rechts ab, folgen dem Wegweiser, der nun gleich folgt nach links und halten uns stets auf dem Waldweg in Richtung Sattelberg. Nach ungefähr einem Kilometer gelangen wir zu einer Abzweigung, die links zum Sattelberg führt. Wir jedoch folgen dem Weg geradeaus weiter und spazieren durch den Wald um den (vorher bereits erwähnten) Tschütsch herum. Nach wiederum ungefähr einem Kilometer kommt unser Weg in die Nähe der Landesstraße, die Klaus über St. Arbogast mit Götzis verbindet. Nun geht es noch ein paar hundert Meter durch den Wald, bis wir auf die genannte Landesstraße gelangen. Dieser wandern wir nun entlang, bis wir wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt, der Klauser Kirche, kommen. Dort bietet sich eine Einkehr ins Gasthaus „Adler“ an, das neben einer guten Küche auch über eine schöne Aussichtsterrasse verfügt.
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 (Blick über das Vorderland zu den Drei Schwestern)


Gesamt:

Strecke: 4,2 km; Höhenbewältigung: 80 m aufwärts; 80 m abwärts; Dauer: 50 Minuten.

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Eine schöne erste Wanderung im neuen Jahr wünscht Euch der Bergfuchs.

Dienstag, 11. November 2014

Vorderälpele


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Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer:  2 Stunden
Höhenunterschied: 520 m aufwärts,  520 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Amerlügen, Feldkircher Hütte
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit dem Bus ist Amerlügen vom Bahnhof Frastanz aus erreichbar (der Bus fährt jedoch nur wenige Male am Tag); Der Stadtbus Feldkirch fährt bis Frastanz-Fellengatter. Von dort aus dauert der Fußmarsch nach Amerlügen etwa eine gute Stunde. Zu empfehlen ist deshalb die Anreise mit dem eigenen Kfz, Der Wanderparkplatz bietet reichlich Platz.
 
Die heutige Wanderung eignet sich sehr gut für das Frühjahr und den Herbst. Die höheren Bergregionen sind noch nicht bzw. nicht mehr so leicht zugänglich, die Tagen sind kürzer und oft ist auch die Kondition nicht jene des Sommers, wenn man mehrere herausfordernde Touren binnen kürzerer Zeit unternimmt. Die heutige Wanderung auf das Vorderälpele, das auch als eines der Hausberge von Feldkirch gilt, eignet sich wunderbar für einen längeren Nachmittagsausflug und ist mit ein wenig körperlicher Übung ohne große Anstrengung zu unternehmen.
x(Amerlügen - Blick auf die Gurtisspitze und den Bazorahang) 
 
Die Route
Ausgangspunkt bildet der Wanderparkplatz (in der Nähe der Materialseibahn zur „Feldkircher Hütte“). oberhalb der Frastanzer Hangsiedlung Amerlügen. Hier bietet sich uns bereits ein schöner Blick gen Süden in das tief ausgeschnittene Saminatal, mit den „Drei Schwestern“ zur Rechten und zur Linken der „Gurtisspitze“ über dem „Bazorahang“ und den schroffen „Hohen Köpfen“. Noch ein letzter Blick auf die auf der anderen Seite des Walgaus gelegene „Sonnengemeinde“ Göfis und hinein geht es, dem gut markierten Pfad folgend, in den Wald. Die nächsten 40 Minuten führen durchwegs durch bewaldetes Gelände und bieten deshalb kaum einmal einen Ausblick. Allgemeine Orientierung bietet das Tragseil der Materialseibahn, die wir auf unserem Weg auch unterqueren. Der Weg führt in vielen Serpentinen hinauf zur Feldkircher Hütte und ist permanent ansteigend, so dass der Kreislauf gleich zu Beginn unserer Wanderung ordentlich in Schwung kommt. Dieses Stück ist jedoch das einzige auf der ganzen Route, das einen deutlich bemerkbaren „Anstieg“ beinhaltet.
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 (Feldkircher Hütte - 1204m)
Aus dem Wald heraustretend gelangen wir zur Feldkircher Hütte, die den „Naturfreunden“ gehört. Die Hütte liegt am unteren Ende der Alpfläche der Amerlugalpe und bietet einen zur Rechten und Linken flankierten Ausblick in den Walgau und das Große Walsertal. Die Feldkircher Hütte ist in den Sommermonaten (Mai-Oktober) durchgehend geöffnet, in den Wintermonaten (November-April) an den Wochenenden.
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 (Bei der Amerlugalpe)
Nun geht es über offenes Gelände weiter aufwärts. Den Sendemast rechts liegen lassend, sehen wir bereits die imposanten „Drei Schwestern“ vor uns, die sich hoch über dem Saminatal erheben. Nun kommt auch die umliegende Bergwelt ins Blickfeld – beginnend bei den Bergen über dem Vorderland, weiter über den Walgau bis zum hinteren Saminatal ist diese sehr gut zu erkennen. Das Vorderälpele ist jedoch kein Aussichtsberg – besonders das Rheintal ist kaum erkennbar und je höher wir nun hinaufsteigen zur Amerlugalpe (Vorderälpelealpe) desto weniger ist in dieser Richtung etwas zu sehen – oben umgibt uns ein dichter „Waldkranz“, der keine Aussicht mehr gegen Noren und Westen gewährleistet. Nach wenigen Minuten passieren wir nun die Amerlugalpe, kommen an einer Richtfunktanlage rechter Hand vorbei und stehen dann vor einem am Weg stehenden Kreuz. Von hier aus bieten sich im Herbst of sehr schöne Ausblicke, wenn man gen Osten über die Amerlugalpe hinweg sieht. Nicht selten liegen die Talgebiete des Walgaus im dichten Nebel, während die Höhensiedlungen und Gipfel in prachtvollem Sonnenlicht stehen. Man kann sich dann auch gut vorstellen, wie vor Jahrtausenden der Illgletscher ausgesehen haben mag, der diese Landschaft geformt hat.
x3(Blick auf Großfeldkirch vom Tisner Wald aus) 
Beim Kreuz an der Wegbiegung biegen wir nach rechts ab, und wandern unterhalb der „Tisner Skivereinshütte“ am Waldrand einlang die Wiese hinunter, bis wir zum „Gätterle“ kommen (Vorsicht: nicht den breiten Weg direkt bei der Hütte nehmen, denn dieser ist eine Sackgasse!). Von hier aus brauchen wir nur noch dem gut ausgebauten Forstweg talwärts zu folgen und gelangen so in einer guten Stunde zurück nach Amerlügen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass wir den langen Weg meiden und bei den entsprechenden Markierungen die jeweiligen Pfade direkte den Hang hinunter nehmen (die weiten Kehren des Fahrweges vermeiden). Diese Variante ist jedoch an einigen Stellen recht steil und kann bei Nässe oder Laub rutschig und damit gefährlich sein – überdies geht ein solches Abwärtsgehen ordentlich „in die Knie“.
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 (Blick auf das Ried mit Egelsee zwischen Tisis und Toster-Hub)
Auf dem abwärts führenden Weg finden sich immer wieder schöne Ausblicke auf das obere Rheintal, die Schweizer Berge, vor allem aber auf Großfeldkirch. Nach gut 50 Minuten erreichen wir auf dem Forstweg den Holzplatz von Amerlügen, wo sich die Abschrankung des Wegs befindet. Nun geht es noch ein kurzes Stück durch den Wald, oberhalb des „Sturna Bühels“. Wir nehmen dann den schmalen Pfad, der von der Straße rechts den „Bühel“ hinauf abzweigt (Achtung: Tafel kann leicht übersehen werden). Vorbei an den obersten Häusern von Amerlügen gelangen wir so in etwa einer Viertelstunde zurück zum Wanderparkplatz, wo unsere heutige Wanderung ihr Ende findet. 
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Details
  1. Amerlügen - Vorderälpele: Strecke:  2,7 km; Höhenbewältigung: 520 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde.
  2. Vorderälpele - Amerlügen: Strecke:  4,8 km; Höhenbewältigung: 520 m abwärts; Dauer: 1 Stunde.
     
    Gesamt:
    Strecke:  7,5 km; Höhenbewältigung: 520 m aufwärts; 520 m abwärts; Dauer: 2 Stunden
     
     
    Vier Vergnügen bei dieser Wanderung wünscht Euch allen der Bergfuchs.