Samstag, 31. Mai 2014

Winterstaude

xÜbersicht
Schwierigkeit (1-5): 3
Dauer: 4 Stunden
Höhenunterschied:  300 m aufwärts,  1200 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Bezau, Baumgarten
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: mit Landbus Bregenzerwald von und nach Bezau





Die Route
Die heutige Tour beginnen wir bei der Talstation der Seilbahn Bezau, die sich im Gemeindeteil Oberbezau am östlichen Rand des Ortes befindet. In zwei Stufen geht es mit der Bahn über die Mittelstation Sonderdach zur Bergstation Baumarten hinauf. Hier haben wir mit über 1600 Metern Seehöhe bereits eine ordentliche Höhendifferenz zurückgelegt, so dass der Rest bis zum Gipfel der Winterstaude nur noch etwa 300 Meter ausmacht. Die Herausforderung ist nun auch nicht die zu bewältigende Höhe, sondern der ein paar hundert Meter lange als alpiner Steig gekennzeichnete "Hasenstrick", jenes Stück entlang eines Grates, das uns direkt zum Gipfel führen wird.
x1

(Blick auf Bezau von der Seilbahn aus)

An sonnigen Tagen ist die Höhe Baumgarten und die gleich daran anschließende "Niedere" mit ihrem schönen Rundwanderweg ein sehr beliebtes Ausflugsziel, gerade auch für Familien und Senioren. Deshalb beeilen wir uns nun etwas, nehmen den Weg in Richtung Osten, in Richtung Gipfel der "Niedere". Diese wird schnell und ohne Anstrengung nach einer Höhenbewältigun von etwas mehr als 60 Metern leicht erreicht. Direkt auf diesem Rücken hat man einen herrlichen Blick in alle Richtungen. Nach Nordenwesten blickt man leicht bis über den Bodensee hinaus ins Schwabenland hinaus, im Süden erhebt sich  die mächtige Kanisfluh und die Berge des Lechquellgebietes, im Osten schließlich die Allgäuer Alpen und davor bereits der markante Gipfel der Winterstaude. Die Niedere ist zudem ein Paradies für Paragleiter; die Aufwinde in der Umgebung sind für diesen Sport ideal. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich an schönen  Tagen ganze Scharen von Jüngern dieses Sports hier anzutreffen.
x2

(Bergstation Baumgarten)

Von der Niedere aus geht es weiter in Richtung Osten, entlang dem gut markierten Weg (weiß-rot-weiß) über Alpweiden und etwas tiefer absteigend auch über etwas Geröll und durch lichtes Gehölz. Immer in östlicher Richtung weiterwandernd gelangen wir so zur Stongerhöhealpe, bei der wir nach links abbiegen und  dem ordentlichen Weg entlang höher steigen und über das offene Gelände nach etwa einer halben Stunde zur Stongerhöhe gelangen. Dort heißt es noch einmal  die Schuhe festzuschnüren, alles sicher und fest im Rucksack zu verstauen und dann dem weiß-blau-weiß markierten alpinen Steig zu folgen. Dieser Steig ist weitaus weniger gefährlicher, als mancher glauben mag. Der Fußpfad ist zwar schmal und führt einige hundert Meter lang einem Grat entlang, ist jedoch überall gut mit Seilen gesichert. Zudem befindet sich der Weg fast ausschließlich auf der nach Süden abfallenden Seite, die weniger steil und größtenteils mit Gras bewachsen ist - sogar einzelne Bäume und Buschwerk finden sich dort. Nur die Nordseite fällt steil und felsig ab. Lediglich an zwei Stellen muss man kurz übersetzen, ansonsten ist dieser Weg nicht besonders gefährlich. Dieser Pfad, "Hasenstrick" genannt, ist auch sehr gut geeignet um seine Schwindelfreiheit und Trittsicherheit zu testen, sollte einer darüber nicht ausreichend Bescheid wissen. Gerade als Übungsstück für schwerere Bergtouren ist der Hasenstrick gut geeignet.
x3

(Auf dem Hasenstrick - die Winterstaude vor Augen)

Nachdem wir uns von der Westseite der Winterstaude mit ihrem eindrucksvollen Profil genähert haben (schanzenartiger, begraster Anstieg im Süden, steil, fast senkrechter felsiger Abfall im Norden), erreichen wir das mächtige Gipfelkreuz und den einladende, recht großflächigen Gipfelbereich. Die Winterstaude ist ein beliebter Ausflugsberg und kann neben dem Hasenstrick auch noch über andere, leichtere Anstiege, erreicht werden, wovon viele Wanderer Gebrauch machen. Nachdem  wir den großartigen Ausblick (ähnlich wie bei der Niedere) auf dem heutigen Tagesziel genossen haben, geht es zurück in Richtung Bezau. Dazu marschieren wir nun noch ein kleines Stück
weiter nach Osten und steigen dann über den Grashand in mehreren großen Kehren bis zur Lingenauerealpe ab. Dort biegen wird nach rechts ab, wandern nach  Westen und halten uns bei der nächsten Abzweigung gerade aus, bis zum nächsten Wegweiser in der Nähe der Stongeralpe. Weiter geht es immer in Richtung Westen, bis wir zur Alpe Wildmoos gelangen. Dort biegen wird nach links ab und brauchen diesem Weg nur noch immer weiter nach Westen zu folgen, bis wir nach etwas weniger  als einer Stunde wieder bei unserem Ausgangspunkt, der Talstation der Seilbahn herauskommen. Das letzte Stück führt weitestgehend durch Wald und ist nicht  besonders abwechslungsreich, davor kann man ausreichend die freie Natur genießen und ist meist auch recht alleine unterwegs. Von der Spitze der Winterstaude aus bis nach Oberbezau hat man eine Höhendifferenz von etwa 1200 Metern zu bewerkstellen. Dieser Abstieg ist zwar kaum steil, doch für Personen mit Knieproblemen ist dieser lange, stetige Weg nach unten nicht zu empfehlen, weshalb auch der Weg zurück zur Bergstation Baumgarten genommen werden kann. Entweder zurück über den Hasenstrick, oder über den hier beschriebenen Abstieg, wobei von der Lingenauerealpe aus den Wegweisern zurück zur Stongerhöhealpe und dann zur Niedere zu folgen ist. Eine  weiter Möglichkeit besteht darin den Rückweg nur bis zur Mittelstation Sonderdach zu Fuß zurückzulegen und dann mit der Seilbahn den Weg zurück nach Oberbezau zurückzulegen.
x4

(Gipfelkreuz der Winterstaude)

x5
(Blick von der Winterstaude auf den Vorderwald und über den Bodensee hinaus)
x7
x6


Details:
1.) Baumgarten - Winterstaude: Strecke: 4,2 km; Höhenbewältigung: 300 m aufwärts, 60 m abwärts; Dauer: 1 Stunde 30 Minuten
2.) Winterstaude - Oberbezau: Strecke: 8 km; Höhenbewältigung: 1200 m abwärts; Dauer: 2 Stunden 30 Minuten


Gesamt:
Strecke: 12,2 km; Höhenbewältigung: 300 m aufwärts, 1200 m abwärts; Dauer: 4 Stunden.

Eine schöne Wanderung wünscht Euch allen der Bergfuchs.

Samstag, 26. April 2014

Bürser Schlucht

x6Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 2 Stunden, 15 Minuten
Höhenunterschied:  250 m aufwärts,  250 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Bürs, Bürserberg
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: mit Landbus Brandnertal





Die Route
Die auf der linken Illseite, gegenüber von Bludenz, gelegene Gemeinde Bürs bildet den Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Vom Zentrum aus gehen wir in Richtung Alvierbrücke, bleiben jedoch auf der linken Seite des Baches und biegen beim Wegweiser bei der Brücke nach links ab. Am E-Werk vorbei gelangen wir so binnen weniger Minuten zum Eingang der Bürser Schlucht. Beindruckend ist diese bereits ganz zu Beginn, wo sich  der Bach den Weg zwichen den hohen Felswänden durchbahnte um ins offene Gelände zu gelangen und nach kaum einem Kilometer bereits sein Ende in der Einmündung in die Ill zu finden. Durch die mächtigen bewachsenen Gesteinsblöcke hindurch, vorbei an einem Klettergarten, der linkerhand liegt, geht es nun dem Alvierbach entlang stromaufwärts. x


(Eingang der Bürser Schlucht)

Bald schon begegnen uns die ersten Tafeln des um die Schlucht herum angelegten geologischen Naturlehrpfades. Hier wird der Wanderer auf eindrucksvolle Stellen aufmerksam gemacht, sowie durch Inforamtionen auf die Entstehungsgeschichte der Schlucht hingewiesen. Das Bürser Konglomeratgestein kommt  aus dem Gebiet des am Ende des Brandnertales gelegenen Lündersees (auf ca. 2000 Metern Seehöhe), die großen Gneißblöcke, die sich am Anfang der Schlucht finden, wurden jedoch vom Illgletscher aus dem Montafon hierher verfrachtet.  Über sehr gut präparierte Pfade am Rand der Schlucht geht es mal tiefer, mal höher am Bach, unterhalb mächtiger Felswände dahin. Teilweise muss sich  der Wanderer nun etwas bücken, vor allem dort, wo der Weg unter überhängendem Gestein hindurchführt. Unten schlängelt sich das kristallklare Gebirgswasser  des Alvierbaches um mächtige Felsblöcke herum. Je nach Wasserstand finden sich immer wieder Schotterbänke, die es ermöglichen dem Wasser ganz  nahe zu sein. Einige flache Stellen, an denen auch gerastet und ein Picknick veranstaltet werden kann, befinden sich im hinteren Teil der Schlucht. Mit ihren  dicht bewachsenen, von Moosen und Farnen überzogenen Felsen, sieht die Schlucht sehr urzeitlich aus.
x1

(Überhängende Felsen)

Bald überqueren wir den Bach auf Stegen und gelangen immer stetig, aber nicht besonders steil, höher steigend tiefer in die Schlucht hinein. In mehreren Windungen zieht sich der Weg nun über den Bach und meist auf Stegen dahin. Hier bieten sich ausgezeichnete Gelegenheiten für beeindruckende
Fotos, sowohl schluchtauf- als auch abwärts blickend. Wieder auf der linken Seite, kommen wir an einem Wegweiser vorbei, bei dem wir uns geradeaus (Richtung Bürserberg Boden) haltend bald dem Ende des Schluchtweges nähern. An dessen Ende befindet sich eine schöne Schotterbank, auf der es sich ordentlich gillen/jausnen und ausruhen  lässte. Am Ende unseres Weges erblicken wir auf der linken Seite einen imposanten Wasserfall.
x2

(Blick auf den Alvierbach)


x3

Nun führt der Weg steiler durch den Wald nach oben, bis wir zur Abzweigung nach Bürserberg kommen. Dort folgen wir jedoch dem Pfad in Richtung "Spial" talauswärts. Nachdem wir nun unseren höchsten Punkt erreicht haben, geht es beinahe eben zuerst noch über einen schmalen Pfad, dann über einen  breiten Weg in Richtung Spial (Lärchenwiese und Findlinge - siehe Infotafeln vor Ort) und das eiszeitliche "Kuhloch". Dieses bildete einst einen Abfluss des Alvierbaches, bevor dieser sich immer tiefer in das Gestein eingegraben hatte und das heutige Bachbett bildete. Abenteuerlich geht es durch die mächtigen Felsblöcke hindurch, bis wir im lichten Wald wieder herauskommen und unter uns bereits die Straße von Bürs nach Bürserberg erblicken. Rechts der Straße führt ein schmaler, manchmal etwas steiler Pfad direkt hinunter nach Bürs. Nun geht es noch ein paar hundert Meter entlang der Straße und wir stehen wieder am Ausgangspunkt unsere Wanderung, der Alvierbrücke nahe dem Zentrum von Bürs. 
x4
(Das "Kuchloch")


x7
x5


Details
1.) Bürs - Spial: 4 km; Höhenbewältigung: 250 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde 30 Minuten
2.) Spial - Bürs: 2,5 km; Höhenbewältigung: 250 m abwärts; Dauer: 45 Minuten


Gesamt
 Strecke: 6,5 km; Höhenbewältigung: 250 m auf- und abwärts; Dauer: 2 Stunden 15 Minuten

Eine schöne Wanderung wünscht Euch der Bergfuchs.

Freitag, 11. April 2014

Hoher Lindkogel

Baden bei Wien ist eine gar liebreizende schöne Stadt. Etwa 40 Kilometer südlich der österreichischen Hauptstadt gelegen ist sie  ein Juwel am Rande des südlichen Wienerwaldes, durchzogen von der anmutigen Schwechat, eine alte Kurstadt, in der sich royale Größen trafen und Politker und Staatsmänner (wie etwas Fürst Metternich) ihre Sommer verbrachten und großartige Herrschaftsvillen bewohnten. In diese schöne Stadt wollen wir und heute begeben, um unsere Wanderung auf den "Hohen  Lindkogel" zu unternehmen, den zweithöchsten Berg des Wienerwaldes. Generell gilt, und das muss vor allem den Westösterreichern  gesagt werden, wie ich einer bin, dass im "Osten" die Berge weniger hoch sind, dafür aber die Strecken weitaus ausgedehnter und damit  ein größerer Zeithorizont eingeplant werden muss. So umfasst die heutige Wanderung ca. 20 Kilometer Strecke, wobei das zu bewältigende Höhenniveau nicht mehr als 630 Meter ausmacht. Also: Ausdauer, weniger Kraft sind heute gefragt!


x



(Königshöhle, oberhalb der Ruine Rauheneck)


Ausgangspunkt bildet das Denkmal am Wanderweg beim Eingang zum Helenental, unterhalb der Burg Rauheneck, im Westen Badens, das man nach wenigen Minuten nach Unterquerung des "Aquädukts" am Waldrand erreicht.  Dem Wegweiser folgend geht es nun binnen weniger  Minuten zu der etwa 100 höher liegenden Burg Rauheneck, die sich durch eine Besonderheit auszeichnet: Ihr "Bergfried" hat einen dreieckigen Grundriss und bietet einen großartigen Blick nach Osten auf das sich eben ausbreitende Land bis über die Donau hinaus gen Osten. Von hier aus folgen wir dem Weg in Richtung "Königshöhle", die in nur wenigen Minuten, oberhalb der Ruine, zu erreichen  ist und ein vorgeschichtlicher Siedlungsplatz unserer Urahnen darstellt. Von hier aus folgen wir dem Wegweiser in Richtung Jägerhaus, das sich am Fuße eines größeren Anstieges am Waldrand befindet.
Es gibt nun mehrere Möglichkeiten den Hohen Lindkogel zu erreichen, die allesamt ohne große Schwierigkeiten zu bewerkstelligen sind, allerdings ist zu berücksichtigen, dass das niederösterreichische Wanderkonzept nicht ganz den hohen Standards der westlichen  Bundesländer entspricht und es deshalb nicht unwahrscheinlich ist, dass man an diversen Abzweigungen keine entsprechenden  Wegweiser findet, wo im Grunde solche zu erwarten wären. Das Mitführen einer guten Wanderkarte ist deshalb dringend zu empfehlen.

Durch einen schönen Mischwald erreichen wir nun den "Soßer Landkogel" (713m) auf dem sich eine gute Gelegenheit zum Rasten findet. Weiter geht es entlang des Höhenrückens in Richtung Westen, wobei man sich teilweise wie im Mittelmeerraum fühlt (Pinienwälder, entsprechende natürliche Düfte etc.). Wichtig ist es von nun an vor allem nicht mehr groß an Höhe zu verlieren, sondern sich immer "oben" zu halten, so erreicht man nach etwas mehr als einer Stunde vom "Soßer Lindkogel" aus das "Eiserne Tor" und den Aussichtspunkt auf dem Hohen Lindkogel, dem heutigen Tagesziel. Sollte man einen Sendemast vor sich haben, dann ist man zu weit nach Westen gekommen und muss einige hundert Meter zurück nach Osten sich begeben.


c1

("Sina-Warte" am Hohen Lindkogel)

Vom "Hohen Lindkogel" selbst mit dessen Wetterwarte ("Sina-Warte" 834m) hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Blick auf den Wienerwald, bis hin zum südwestlich davon gelegenen, über 2000 Meter hohen, Schneeberg. Nun gehen wir zurück in die Richtung aus der wir gekommen sind wo wir bald eine Abzweigung erreichen. Geradeaus geht es weiter zum Brennersteig, den wir bereits kennen (leicher Klettersteig von Osten auf den Hohen Lindkogel). Doch wir nehmen nun den Weg nach links und gelangen so, immer den Wegweisern Richtung "Bahnhof Baden" folgend allmählich ins Helenental hinunter und folgen der Schwechat gen Ostens, bis wir den Fluss selbst erreichen. Hier gibt es schöne Badegelegenheiten, gerade auch für Kinde, zum Baden oder auch nur die Füße im frischen Wasser zu kühlenr. Das liebliche Helenental führt uns immer weiter, vorbei an Stegen und Brücken und durch eine idyllische "Biedermeieerlandschaft" unterhalt der Burg "Rauenstein" auf der gegenüberliegenden Talseite, hinaus zum Beginn den Besiedelungen der Stadt Baden. Hier kommen wir wieder zurück zu unserem Ausgangpunkt.
x2


(Im Helenental)


Die benötigte Zeit auf dieser Wanderung ist nicht so leicht zu bestimmen, wie auf vielen anderen Wanderungen: Meist beträgt sie zwichen 6 und 8 Stunden. In jeden Fall sollte man einen ganzen Tag einplanen, wenn man sie ganz genießen möchte.  Der Hohe Lindkogel ist eine Wanderung, die zu jeder Jahreszeit unternommen werden kann. Lediglich im Winter ist im Bereich des  Brennersteiges Acht auf Vereisungen zu geben, da das Gelände hier doch relativ steil ist und Unachtsamkeit schlimme Folgen haben kann.




Eine schöne Wanderung, gerade jetzt im Frühling, wünscht Euch allen der Bergfuchs.





Mittwoch, 12. März 2014

Funkenwochenende in Vorarlberg 2014

Am zweiten Märzwochenende war es wieder so weit. Im ganzen Land brannten wieder die "Funken",
je nach Region und Tradition in verschiedener Bauweise und Materialausstattung. Wie im vergangenen Jahr (siehe Beitrag dazu) verbrachte der Autor dieser Zeilen auch heuer wieder den Funkensamstag in Tisis und den Funkensonntag in Tosters. x


Der alte Brauch des "Funkenabbrennens" wird glücklicherweise noch allerorten gepflegt und erfreut sich bei jung und alt großer Beliebtheit. Schon lange ist es zur Praxis geworden vor dem großen "Hauptfunken" einen  "Kinderfunken" zu errichten und diesen dann als "Auftakt" zu dem Spektakel anzuzünden. Meist brennt der Kinderfunken deshalb auch direkt vor dem "eigentlichen" Funken ab, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. So wird etwa der Kinderfunken von Feldkirch-Stadt/Levis, der auf dem Ardetzenberg errichtet wird, schon  am Nachmittag abgebrannt. Beim heurigen strahlenden Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen war dies einmal etwas "Besonderes". Im Grunde symboliert das Funkenabbrennen das Austreiben des Winters, was in diesem Jahr freilich nicht nötig gewesen wäre, da der Herr Winter überhaupt erst nicht erschienen ist.
x


Der Tisner-Funken, bei dem traditionell einiges aufgefahren wird, hatte heuer wieder eine Höhe von 20 Metern, mit Funkentanne 24 Meter. Für die musikalische Untermalung sorgten einerseits wieder die Gaggamusik "Schneggahüsler" aus Frastanz und die Harmoniemusik Tisis-Tosters. Die "Funkenhexe" lästerte noch einmal ordentlich, bevor ihr Feuer unter dem Hintern gemacht wurde und ihre Gehilfinnen versuchten  den Kindern unter den Zuschauern einen Schrecken einzujagen. Am Ende folgte das imposante Feuerwerk.
x


Der Tostner Funken, der heuer das 35-jährige Jubiläum auf dem Montikel feierte, wies mit 18 Metern Höhe, mit Fukentanne 23 Meter, ein ordentliches Ausmaß auf und war dieses Jahr in quadratischer Grundrissbauweise errichtet worden. Schnell züngelten die Flammen zur Spitze der Funkentanne hoch. Jedenfalls dauerte es bis zur Explosion der Hexe lange genug, so dass man sich keine Schande machte. Mit einem Knall riss es die Hexe in Stücke, so dass manches Teil noch in der Wiese, nicht weit von den Zuschauern entfernt,  verlöschte. Eine Abordnung der Harmoniemusik Tisis-Tosters spielte auf, das kulinarische Angebot wurde um "Funkaküachle" erweitert, welche auch reichlich Absatz fanden; Das abschließende Feuerwerk war sehr schön.
x


So lief das Funkenwochenende im Raum Feldkirch traditionsgemäß und "friedlich" ab, was man, wie man hörte, nicht vom ganzen Land sagen konnte. In Bludenz feierte man das jahrhundertelange Bestehen der  Funkenzunft, was von einem namhaften Historiker als falsch bezeichnet wurde, worauf die Bludenzer ihn in ihrer Spottrede gleich selbst auf dem Funken, anstelle der Hexe, verbrennen wollten. Ob die Funkenzunft nun Jahrhunderte oder "bloß" Jahrzehnte alt sein soll, kümmert den Besucher des Funkenspektakels meist recht wenig. Wenn der Funken gut brennt, die Hexe ordentlich explodiert, wenn es ausreichend zu essen und trinken gibt und der Herrgott mit dem Wetter ein Einsehen hat, dann ist der "körige" Vorarlberger zufrieden. Und nur darauf kommt es an.





Der Bergfuchs

x





(P.S.: Eine gewisse Ironie ist heuer freilich, dass gerade am Samstag dem 8. März auch der "Frauentag" stattfand und trotzdem eine Hexe auf dem Funken verbrannt wurde. Zum Glück sind die Vorarlberger Frauen emanzipiert und  vernünft genug, dass sie sich, bis auf wenige Ausnahmen, darüber nicht echauffierten.)

Samstag, 15. Februar 2014

Rundwanderung Bartholomäberg - Übers Rellseck

x

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 2 Stunden
Höhenunterschied:  400 m aufwärts,  400 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Bartholomäberg, Rellseck
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: mit Landbus Montafon von und nach Bartolomäberg von Schruns aus





Die Route
Bartholomäberg liegt verstreut oberhalb von Schruns auf 1100 Metern Seehöhe, an einem sehr schönen Sonnenhang, der einen großartigen Blick von mehr als 180 Grad von Osten (Silbertal) über das Haupttal des Montafons, die westlichen Seitentäler (Garnera-, Gauer,- Rellstal) bis zur Vandanser Steinwand und der "Zimba" bietet.  Die Gemeinde gehört zu den sonnigsten im Land Vorarlberg, liegt hoch genug, dass sie meist über dem Nebel im Tal im Herbst und den Wintermonaten liegt und gilt als jene Geimeinde im Montafon, in der der Frühling beginnt. Trotz der hohen Lage blühen hier die ersten Frühlingsboten bereits so früh, wie ansonsten nur in tieferen Lagen, wie etwas im Walgau oder Rheintal. Die Gemeinde verfügt über etliche schöne Wanderwege und Ausflugsziele und bietet sich zum Wandern zu jeder Jahreszeit an. Die hier beschriebene Wanderung kann auch im Winter unternommen werden, allerdings verlängert sich der Aufstieg zum Rellseck dann um etwa eine Viertelstunde. Zudem kann es ohne Schneeschuhe sehr anstrengend sein, wenn viel oder schwerer Schnee liegt.x


(Blick von Bartholomäberg in Richtung inneres Montafon und Garneratal rechts)

Heute starten wir bei der Kirche von Bartholomäberg auf 1087 Metern Seehöhe. Gegenüber der Kirche, an der Straße, die von Innerberg nach St. Anton im Montafon führt, liegt das "Lädili". Gleich hinter diesem Haus zweigt eine Straße rechts ab (Beschilderung der Wanderwege ist ausgezeichnet). Dieser Straße folgen  wir nun ständig ansteigend, bis zur ersten Kurve, die scharf nach rechts führt. Wir jedoch verlassen hier diese Straße und folgen dem "Lindaweg" geradeaus weiter, ständig ansteigend, an den letzten Häusern vorbei, bis wir auf unverbautes Gebiet gelangen. Der Blick auf die gegenüber liegenden Berge ist vom Beginn der Wanderung an ausgezeichnet. Imposant erheben sich die Tschaggunser Mittagsspitze, die Sulzfluh, die Drei Türme am Talschluss des Gauertales, das bekannte Skigebiet Golm und die Berge des Rellstals vor den Augen des  Wanderers.
x


(Blick vom Rellseck über den Walgau)



Nun erblicken wir, wenn wir ins Tal über Gantschier hinunterblicken die Ausgleichsbecken Rodund, der Illwerke und etwas später auch das Staubecken von Latschau, das etwas höher liegt und wo die Golmerbahn beginnt. Nach etwas mehr als der Hälfte des Weges zum Rellseck kommen wir zu einem Stadel mit Wegmarkierung. Dort weist ein Wegweiser geradeaus weiter zum "Rellseck" in Richtung Wald. Wir zweigen jedoch nun scharf links, direkt bei der Hütte aber noch davor, ab und steigen etwas steiler über einen Weg durch offene Almwiesen weiter. Die Beschilderung ist ausreichend und die Gefahr sich zu verlaufen gering, denn es führt nur dieser eine Weg in Richtung Rellseck. Beim "Sälers Legi" halten wir uns weiter geradeaus in Richtung Nordwesten. Noch ein paar hundert Meter, zuerst durch den Wald, dann über offenes Gelände, dann sehen wir bereits die Maisäße des untere RelLsecks. Etwas höher befindet sich die kleine Kapelle, von der aus sich der Blick über den Walgau bis weit ins Rheintal und zu den Appenzeller Bergen erstreckt.

x5

(Blick ins Gauertal mit den Drei Türmen)

Nun geht es scharf nach rechts, etwas mehr als hundert Meter in Richtung Südosten zum "Alpengasthof Rellseck" (In der Nähe der Kapelle befindet sich ein Wegweiser, der Gasthof kann nicht verfehlt werden). An diesem ausgesprochen schönen Aussichtspunkt, empfieht es sich zu rasten und die Gastfreundschaft  zu genießen (zu empfehlen ist der bekannte "Kaiserschmarren", der hier außerordentlich köstlich zubereitet wird).
x
(Kapelle am Rellseck)



Nach einer kulinarischen Stärkung geht es zurück nach Bartholomäberg. Dazu folgen wir der Forststraße, die vom Rellseck in Richtung Südosten führt, stetig abwärts durch meist waldiges Gebiet. Wir befinden uns nun auf dem "Rellseckweg" und folgen diesem bis zur Kreuzung "Goritschang", wo der "Roferweg" beginnt. Dieser ist die Verlängerung des Rellseckwegs, wir marschieren also einfach munter geradeaus weiter. Von nun an brauchen  wir nur noch dem "Roferweg" zu folgen, der uns nach einigen Kilometern zur Kirche von Bartholomäberg zurückführt. Allerdings ist darauf zu achten beim "Chrestlis Egg" nach rechts abzuzweigen. Der Weg ist bis zum Ortszentrum geteert. Die Kirche von Bartholomäberg kommt bald ins Blickfeld und wird insgesamt vom Rellseck aus nach etwa einer Stunde erreicht.
x4
(Alpengasthof Rellseck)


Auf dem Rückweg haben wir meist das Silbertal und das Hochjoch vor uns. Das Silbertal ist ein langes, sich in einer großen S-Kurve bis zur Tiroler Grenze hinziehendes, sehr abgelegenes Waldtal. Am östlichen Horizont erkennt man bereits durchgehend die hohen Berge des Nachbarbundeslandes Tirol. Das Gebiet um das Hochjoch und die Zamangspitze liegt in der Gebirgsgruppe, die Vewall genannt wird, und gehört zu den touristisch intensiv genutzen Gebiete des Montafons. Entsprechend viele Wanderer und Bergtourengeher findet man dort in der warmen und noch mehr Skifahrer, Snowboarder etc. in der kalten Jahreszeit. Bartholomäberg hingegen, wo wir heute wanderten, gehört zu den ruhigeren Gebieten des Montafons, das jedoch neben der Aussicht auch einiges Interessante zu bieten hat. So zum Beispiel das historische Bergwerk oder das Frühmesshaus.  Über den östlich vom Zentrum gelegenen Ortsteil Innerberg gelangt man zum Kristberg und wer möchte kann von dort aus weiter ins Klostertal, nach Dalaas, absteigen. Auch ein mehrstündiger geologischer Lehrwanderpfad führt vom Ortszentrum aus über das Rellseck über den Aussichtsberg Itonskopf mit 2089 m Höhe (siehe meine Wanderbeschreibung dazu) in einer großen Runde wieder zurück zum Ausgangspunkt. x7
x6



Details
1.) Bartholomäberg - Rellseck: 4 km; Höhenbewältigung: 400 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde
2.) Rellseck - Bartholomäberg: 5,8 km; Höhenbewältigung: 400 m abwärts; Dauer: 1 Stunde

Gesamt
 Strecke: 9,8 km; Höhenbewältigung: 400 m auf- und abwärts; Dauer: 2 Stunden





Eine schöne Wanderung wünscht der Bergfuchs.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Rädle und Stadtschrofen Feldkirch

x6Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 1 Stunde 50 Minuten
Höhenunterschied:  205 m aufwärts,  220 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Feldkirch
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: von und nach Feldkirch mit Bus und Bahn








Die Route
Die heutige Wanderung im Bereich der Stadt Feldkirch eignet sich fü jede Jahreszeit, ist locker an einem Nachmittag zu absolvieren und stellt keine besonderen Anforderungen an Kraft und Ausdauer. Dafür bietet sie einige sehr schöne Ausblicke auf Feldkirch, das obere Rheintal und den beginnenden Walgau.  Ausgangspunkt bildet das Landeskrankenhaus Feldkirch im Stadtteil Tisis, an den südlichen Ausläufern des Blasenberges. Bei der Bushaltestelle vor dem Hauptportal des Krankenhauses wenden wir uns nach rechts (Osten), folgen der Straße knapp hundert Meter weit und biegen dann beim Wegweiser in die erste Gasse nach links ein, die nun ansteigend in Richtung Norden führt. Nach den letzten Häusern, beim Haus "Carina" der Stiftung "Maria Ebene", geht die geteerte Straße in einen Feldweg über. Diesem folgen wir nun immer weiter, leicht aufsteigend, in einer großen S-Kurve, bis wir  zum Waldrand an der Geländekante des Blasenberges kommen.

x1

(Blick vom Blasenberg über Tosters zum Hohen Kasten)

Dem Waldrand entlang geht es nun weiter, durch ein Gatter, über eine Obstwiese, wieder durch ein Gatter zum Aussichtspunkt mit einige Ruhebänken auf der Westseite des Berges. Nun reicht der Blick im Westen über den zu Feldkrich gehörenden Ortsteil Tosters und den dahinter liegenden Schellenberg und darüber die Bergkette des "Hohen Kastens", die sich bereits in der Schweiz befindet. Nach Norden  weitet sich der Blick über das Obere Rheintal bis zum Kummaberg, die Vorderlandgemeinden und das Appenzeller Hügelland im Hintergrund. Ein paar Meter geht es nun zurück zum "Sattel", wo wir nach links durch den Wald in etwa fünf Minuten zum "Rädle" kommen. Dieser, aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammende Pavillion, der einst ein Aussichtspunkt bildete, ist im Schatten hoher Bäume gut verborgen und nicht  gleich auf den ersten Blick erkennbar - je nach Jahreszeit. Damit haben wir die erste Etappe der heutigen Wanderung erreicht.

x2
(die Lindenallee am Blasenberg)



Weiter geht es in die entgegengesetzte Richtung aus der wir gekommen sind, der geländerbefestigten Geländekante entland abwärts (Vorsicht bei Nässe!) zur etwas tiefer liegenden "Lindenallee" am Blasenberg. Diese Allee wurde vor einigen Jahren neu angelegt und ist dem historischenVorbild nachgebildet, das früher zu der darunter gelegenen "Tschavoll-Villa" gehörte und sich lange Zeit im Privatbesitz befand. Am Anfang der Lindenallee können wir noch einmal einen sehr schönen Blick über den zu Feldkirch gehörenden Ortsteil Gisingen, am anderen Ufer des Flusses Ill, werfen. Über einige Kehren geht es nun durch den lichten Wald hinunter zu einer tiefer gelegenen Parkanlage, wo sich ein Brunnen und eine große Übersichtstafel über die Anlagen am Blasenberg befindet. Ein ehemaliges "Glashausatelier", das früher einem Künstler gehörte, dominiert den Blick. Nach etwa hundert  Metern, gelangen wir nun auf die asphaltierte Straße, in die wir nach rechts einbiegen und dieser einige hundert Meter weit folgen, vorbei am "Antoniushaus", bis die Straße durch eine Einmündung in eine Querstraße endet. Nun folgen wir dieser Straße nach rechts, vorbei am Heim der "Schulbrüder" und  biegen dann in die erste Straße links, den "Proßwaldenweg", ein, der uns zur Bundesstraße führt. Dort biegen wir nach links ab und überqueren nach etwa 150 Metern die Straße bei der Ampel. Nun befinden wir uns bei der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg, gehen auf dieser Straßenseite etwa fünfzig Meter zurück in die Richtung, aus der wir gekommen sind (Süden) und biegen in die "Duxgasse", die erste Straße links, die steil nach oben führt, ein.


x3
(Blick vom Blasenberg zur Schattenburg)


Nun brauchen wir dieser Straße nur immer weiter zu folgen. Nachdem die letzten Häuser passiert wurden, endet der Asphalt  und der breite Hohlweg beginnt, der uns in etwa 10 Minuten zum buddhistischen Kloster auf der "Letze" führt. Wir biegen beim Kloster scharf nach  links ab und folgen der Straße, vorbei an einer Obstwiese und durch den Wald, bis wir auf der linken Seite den Wegweiser Richtung "Stadtschrofen" sehen.


x5
(Stupa beim Buddhistischen Kloster auf der "Letze")


Nun brauchen wir diesem Weg nur noch, vorbei an Buschwerk und durch den Wald, zu folgen und gelangen so zum schönen Aussichtspunkt "Stadtschrofen", der einen großartigen Blick über die Innenstadt von Feldkirch bietet, den Ardetzenberg und auf Teile des Vorderlandes und die darüber liegenden Höhensiedlungen, Viktorsberg und Fraxern.


x4
(Blick vom Stadtschrofen über Feldkirch und das Vorderland)




Nun folgen wir dem Wegweiser nach links in Richtung "Felsenau". Es geht jetzt durch den Wald abwärts, ein kurzes Stück entlang der Straße, dann wieder auf schmalem Weg, manchmal etwas steiler, nach unten, bis wir auf der Straße, oberhalb der Ill herauskommen. Dieses nun folgende letzte Stück, das etwa  fünf- bis sechshundert Meter lang ist, ist wenig schön zum Wandern, da es direkt an einer dicht befahrenen Hauptstraße entlang führt. Doch ist dies der kürzeste Weg in die Innenstadt von Feldkirch, der Endstation unserer Wanderung. Eine andere Möglichkeit bestünde darin hier die Brücke  über die Ill zu nehmen, auf der anderen Seite einige hundert Meter der Straße nntlang nach Göfis zu folgen und dann bei der markierten Abzweigung scharf nach links abzubiegen und so entlang des Felsens der Felsenauschlucht und zuerst durch den Wald, beim "Rösslepark" herauszukommen. Dieser Weg führt zwar nicht direkt der Hauptstraße entlang, der Lärm von Autos und der Eisenbahn lassen sich aber auch hier nicht vermeiden. Beide Wege führen nach dem "Ganahlareal" zum "Rösslepark" am Fuße, der, schon von weitem sichtbaren, Schattenburg, dem Wahrzeichen der Stadt Feldkirch.


x8




x7


Details
1.) LKH - Rädle: 1,3 km; Höhenbewältigung: 75 m aufwärt; Dauer: 25 Minuten
2.) Rädle - Stadtschrofen: 3,8 km; Höhenbewältigung: 130 m aufwärts, 80 m abwärts; Dauer: 50 Minuten
3.) Stadtschrofen - Rösslepark: 1,8 km; Höhenbewältigung: 160 m abwärts; Dauer: 35 Minuten



Gesamt
 Strecke: 6,9 km; Höhenbewältigung: 205 m aufwärts, 220 m abwärts; Dauer: 1 Stunde 50 Minuten










Viel Vergnügen bei dieser Wanderung wünscht der Bergfuchs.




.







Dienstag, 3. Dezember 2013

Wiens neue Weihnachtsmärkte 2013


Inzwischen ist Wien bis weit über die Grenzen Österreichs hinaus zur Weihnachtsdestination avanciert. An erster Stelle steht naturgemäß der große Markt zwischen Rathaus und Burgtheater, doch daneben hat die Stadt eine wachsende Anzahl von Märkten, über einen großen Teil des Stadtgebietes, zu bieten. Dieses Jahr sind zwei neue Lokationen hinzugekommen, die ich hier kurz vorstellen möchte. Einen umfassenden Überblick über Wiens Märkte im Advent findet sich darüber hinaus hier.


1. CHRISTKINDLMARKT AM STEPHANSPLATZ

(Christbaum am Stephansplatz)


Seit vielen Jahren schon ziert in der Adventszeit auf dem Platz zwischen Stephansdom und dem Haas-Haus ein großer, in der Nacht beleuchteter, Christbaum das Ambiente. Bislang blieb es allerdings gerade im Bereich um den Dom herum stets "dunkel". Dies hat sich in diesem Jahr erstmals geändert und ein kleiner, aber sehr schöner Markt mit 26 Standeln lädt Touristen und Einheimische zum reichlichen Konsum und  Genuss der vorweihnachtlichen Stimmung, mit allem, was dazu gehört, ein. Ein großer, der Kulinarik gewidmeter Stand dominiert  gleich beim Betreten die Aufmerksamkeit und verströmt Glühwein- und Punscharoma, strategisch geschickt, bis weit in die dahinter beginnende "Gasse" zwischen den kleineren, rechts und links, angeordneten Ständen, die, wie bei den meisten Weihnachtsmärkten üblich, in gleichem Farbton (anthrazit) und gleicher Bauweise (Quader mit Beleuchtung am Dach) gehalten sind.  Nachdem nun auch die weihnachtliche Festbeleuchtung am Graben (die Illusion eines Ballsaals wird durch lusterartige Beleuchtungskörper auf der ganzen Straße erzeugt) mit Ende November erstrahlt, wird man nun von dieser direkt zum Markt am Stephansplatz geleitet. Angebotsmäßig wird all jenes offeriert, was man auch auf den anderen Weihnachtsmärkten erwartet: heiße Getränke, mit oder ohne Alkohol, Christbauschmuck, Süßigkeiten und das eine oder andere Kunsthandwerkerzeugnis. Insofern ist der Markt kein Kontrast zum Gewohnten, die Lage hingegen besticht und man muss sagen, dass damit ein Christkindlmarkt genau an jenen Platz "zurückgekehrt" ist, an dem man ihn am ehesten erwarten kann: im Zentrum einer Stadt, bei einer Kirche (der christliche Urspung lässt grüßen) - ein bisschen wie der bekannte Markt in Mariazell (freilich ohne die Bergkulisse und die einmalige Atmosphäre auf dem Land).
 
 
(Standln beim Markt am Stephansplatz)



2. WEIHNACHTSMARKT AUF DER SCHLEIFMÜHLBRÜCKE (BEIM NASCHMARKT)

Am Ende des Naschmarkts, auf der extra zu diesem Zweck gesperrten Schleifmühlbrücke (über den  Wienfluss), befindet sich ein kleiner Weihnachtsmarkt, der heuer zum ersten Mal seine Tore öffnete. Der Markt wird von den Besuchern, die meisten davon kommen im Zuge eines Einkaufs beim Naschmarkt auf einen "Abstecher" vorbei,  gut aufgenommen wird. Das Angebot ist klein, aber doch im Kern genau das, was es für einen kurzen Ausflug in den Advent braucht, gerade dann, wenn man sich nach der Arbeit noch  mit einem warmen Getränk, mit ein paar Freunden oder Arbeitskollegen die Zeit vertreiben möchte.

Soviel zu den in diesem Jahr erstmal unterhaltenen Adventmärkten in Wien. Mit den besten Empfehlungen vom Bergfuchs!