Montag, 15. Oktober 2012

Übers Auenfeld nach Schröcken


 
Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 3 Stunden
Höhenunterschied: 100 m aufwärts; 650 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Oberlech, Körbersee, Batzenalpe, Schröcken
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Landbus von Langen, Ortsbus nach Oberlech; Landbus in Schröcken
 
 
 
          


Die Route
          Die Wanderung beginnt in Oberlech beim „Schlössle“. Von Lech aus fährt in regelmäßigen Abständen der Ortsbus vom Zentrum aus nach Oberlech, wobei das „Schlössle“ die Endstation bildet. Alternativ kann vom Ort aus auch der Sessellift verwendet werden, um zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zu gelangen.
 
(Omeshorn von Oberlech aus)
 
            Bereits in Oberlech hat man einen wunderbaren Blick auf die Bergwelt, in die der Nobelskiort eingebettet ist. Besonders das exponierte Omeshorn, zu dessen Linken die Straße nach Zürs und zu dessen Rechen jene nach Zug führt, sticht dabei hervor. Wir jedoch wenden uns in die entgegengesetzte Richtung und folgen den Wegweisern (gelb-weiß) in Richtung Auenfeldsattel. Dabei haben wir zuerst stets die mächtige Mohnenfluh (2542m) und die Juppenspitze (2412m) vor uns. Der Weg führt uns über das wilde Kitzbachtobel, in dem ein rauschender Bach für einen angenehm-erfrischenden Lärmpegel sorgt (so sehr, dass man teilweise sein eigenes Wort nicht versteht). Aus dem Tobel heraus geht es an der Untern Gaisbühlealpe vorbei in Richtung Norden. Bald erblicken wir halbrechts das mächtige Karhorn, welches ein bekannter Kletterberg ist, sowie der charakteristische Gipfel des Widdersteins, der der Spitze eines Vulkans nicht unähnlich sieht. Allein der Durchbruch auf der Südseite lässt „ins Innere“ blicken. Auf dem Weg finden sich an vielen Stellen stabile Sitzgelegenheiten in Form von massiven hölzernen Bänken, die dazu einladen sich ein wenig auszuruhen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen oder um eine Brotzeit zu sich zu nehmen.

          Der sehr gut präparierte und leicht zu begehende Weg führt anfangs leicht ansteigend und später wieder sanft abfallend über Alpweiden zum Auenfeldsattel, der nach etwa 45 Minuten erreicht wird. Hier teilt sich der Weg. Rechterhand gelangt der Wanderer zur früher dauerhaft bewohnten Siedlung Bürstegg, welche oberhalb der Straße von Lech nach Warth im Lechtal liegt. Wir jedoch zweigen nach links ab und folgen dem gemächlich abfallenden Weg hinunter ins Auenfeld, welches ein Feuchgebiet darstellt und in dem sich die einzigen ebenen Stellen der ganzen Gegend finden. Die obere und die untere Auenfeldalpe sind bereits in Sichtweite. Der Blick reicht vom Sattel aus bis zur Künzelspitze, welche ihrerseits im hinteren Bregenzerwald liegt. Der kleine Bach, der das Auenfeld durchfließt ist die junge Bregenzerache, einer der längsten, aber mich Sicherheit „gewundensten“ Flüsse in ganz Vorarlberg. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, der sehe sich den Verlauf des Flusses auf einer entsprechenden Landkarte an.
 
(Am Körbersee, Blick auf den Widderstein)
 
          Wir marschieren an der Unteren Auenfeldalpe und an der Talstation einer Sesselbahn vorbei in Richtung Nordwesten, wobei es gut möglich ist, im Falle, dass der Wanderer entsprechend aufmerksam und ruhig seines Weges geht, er an den Abhängen der Juppenspitze nicht nur das Pfeifen von Murmeltieren, sondern ein solches alpines Pelztier selbst zu Gesicht bekommt.

            Nun folgen wir dem Weg in Richtung Schröcken weiter, bis auf der rechten Seite ein Wegweiser auf eine ansteigende Abzweigung hinauf zum Körbersee weist. Diesem Pfad folgen wir nun, bis wir nach etwa zehn Minuten zur Geländekante kommen, von wo aus, wir einen wunderbaren Blick auf den etwas tiefer gelegenen Körbersee und den Widderstein in dessen Hintergrund haben. In der entgegengesetzten Richtung liegt unter uns die Batzenalpe und darüber die majestätische Braunarlspitze, deren Fels und Eis aus dem Grün der sie umgebenden Berglandschaft heraussticht. Auf diesem kurzen Wegabschnitt zum Körbersee hinauf finden sich auch außerordentlich viele Alpenblumen, wie Enzian, blauer Eisenhut, Rittersporn, Alpenglockenblume, Enzian oder Bärenklau. Wir steigen nun hinab zum Körbersee, dessen dunkles Wasser ruhig vor uns liegt und gelangen zum „Berg-Hotel Körbersee“ auf der anderen Seite des Gewässers. Das Restaurant lädt dazu ein sich kulinarisch zu stärken und die schöne Aussicht zu genießen.
 
(Im Alpmuseum bei der Batzenalpe)

          Nun erfolgt der Abstieg nach Schröcken. Dazu folgen wir dem breiten Fahrweg, der direkt von Hotel in sanften Kurven und in mäßigstem Gefälle bis zur Batzenalpe führt. Neben der Batzenalpe, in der man wie auf vielen Alpen Käse, Butter und Milch verkosten und erstehen kann, befindet sich in einem niederen alten Alpgebäude ein Alpmuseum. Ein Abstecher dahin empfiehlt sich, vor allem dann, wenn, wie im Hochsommer häufiger anzutreffen, ein Fachmann eine Führung durch die Räumlichkeiten anbietet und die Herstellung von Butter und Käse erklärt, sowie vom Leben auf den Alpen, insbesondere in früheren, schwereren Zeiten, berichtet.

            Weiter geht es abwärts, immer dem breiten Weg folgend, bis eine Abzweigung nach links über die Ache führt. Dieser folgen wir und kommen bald an der Fellenalpe vorbei. In etwa fünfundvierzig Minuten gelangen wir zur Kirche und zum Gemeindeamt von Schröcken, wo unsere Wanderung endet.
 

 
Details
1.)    Oberlech – Auenfeldsattel: Strecke: 3,5 km; Höhenbewältigung: 50 m aufwärts; Dauer: 45 Minuten.
2.)    Auenfeldsattel – Körbersee: Strecke: 3 km; Höhenbewältigung: 50 m aufwärts; Dauer: 45 Minuten.
3.)    Körbersee – Schröcken: Strecke: 4,5 km; Höhenbewältigung: 650 m abwärts; Dauer: 1 Stunde 25 Minuten.
 
Gesamt
            Strecke: 11 km; Höhenbewältigung: 100 m aufwärts, 650 m abwärts; Dauer: 3 Stunden.
 
 
Viel Freude beim Wandern wünscht der Bergfuchs.



Montag, 1. Oktober 2012

Hermannskogel


Übersicht


Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 3 Stunden
Höhenunterschied: 300 m aufwärts; 300 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Sievering, Neustift am Walde, Raststätten am Weg;
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Wiener Linien (Bus 39A nach Sievering, 35A nach Neustift am Walde)

 


Die Route
     Der Hermannskogel bildet mit 542m über dem Meeresspiegel den höchsten Punkt der Stadt Wien, zudem ist er im Umkreis von knapp 18 Kilometer die höchste Geländeerhebung. Wenn die Anhöhe selbst auch keinen besonderen Aussichtspunkt bietet (der Gipfel ist durchwegs bewaldet, so lohnt sich doch die schöne leichte Wanderung, die durch die größtenteils aus Buchen bestehenden Wäldern zu jeder Jahreszeit unternommen werden kann.
(am Himmel)
 
     Der Ausgangspunkt bildet die Endstation der Autobuslinie 39A in Obersievering. Wir folgen für etwas mehr als zweihundert Meter der Sieveringer Straßen und biegen dann in den nach rechts abzweigenden und sogleich ansteigenden Gspöttgraben ein. Nach etwa 30 Minuten erreichen wir so den „Himmel“, das gerodete Plateau des Pfaffenberges, auf dem sich ein ausgedehnter Baumkreis befindet, der aus verschiedenen Laub- und Nadelbäume gebildet wird, die im Jahreskreis angeordnet, dem entsprechenden Datum gemäß platziert wurden und eine außergewöhnliche Art von Horoskop darstellt (eine entsprechende Informationstafel ist dazu bei jedem der Bäume angebracht).
(Habsburgwarte am Hermannskogel - 558m ü. A.)

Vom „Himmel“ aus geht es am „Häuserl am Himmel“ vorbei, die Höhenstraße überquerend in Richtung Cobenzl, wo sich neben Einkehrmöglichkeiten auch das Weingut der Stadt Wien befindet. Vom Cobenzel aus geht es weiter am Lueger-Denkmal und einem gleich darauf folgenden Aussichtspunkt vorbei, um den Latisberg herum zur Kreuzeiche. Von dort aus gehen wir nun wieder leicht ansteigend (den rechten Weg, der geradeaus weiter führt nehmend) bis zum Höhenweg an der Niederösterreichisch-Wienerischen Grenze beim Vogelsangberg. Auf dem leichten Anstieg bieten sich lichte Stellen an denen man einen schönen Blick über den Wienerwald und einige Teile von Wien genießen kann. Nun geht es eben bis leicht abwärts bis zur Jägerwiese. Dort findet sich neben dem Wirtshaus eine große Spielwiese, mit Kinderspielplatz und Streichelzoo. Gerade auch für Familien mit Kindern bildet diese einen schöner Ausflugsort.
 
Von hier aus folgt das einzige Stück, das als ein wenig steiler bezeichnet werden kann, das jedoch lediglich eine Höhenbewältigung von hundert Metern beinhaltet. Zuerst gehen wir der Straße entlang, wo nach etwa hundert Metern ein Wegweiser am Waldrand („steiler Anstieg“ – nicht täuschen lassen!) nach rechts und nach oben weist. Auf diesem Pfad wird der Gipfel mit der sich dort befindlichen Habsburgwarte flott erreicht. Diese Warte wurde 1888 erbaut und bildete in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie den Fundamentalpunkt der Landesvermessung.
(beim "Häuserl am Roan")
     Wir wandern weiter der Landesgrenze von Wien entlang und gelangen auf den gut beschilderten Wegen nach etwa 25 Minuten zum „Grüß-di-a-Gott-Wirt“. Von hier aus folgen wird dem Wanderweg weiter zum „Dreimarkstein“ bis wir zum „Häuserl am Roan“ kommen. Nach Unterquerung der Höhenstraße gelangen wir durch den schönen Laubwald zum „Waldrandweg“, wo die Besiedlung beginnt. Der Straße folgen wir zuerst nach links, zweigen nach rechts in die Keylwerthgasse ab und biegen bei der übernächsten Kreuzung wieder nach links in die Hameaustraße ein. So gelangen wir nach Neustift am Walde, wo sich die Endstation der Autobuslinie 35A befindet. Zu empfehlen ist in jedem Fall eine Einkehr in einen der gemütlichen Heurigen vor Ort.
 
 
Details:
1.)    Sievering - Am Himmel: 1,8 km; Höhenbewältigung: 140 m aufwärts; Dauer:  30 Minuten.
2.)    An Himmel - Cobenzl: 0,6 km; Höhenbewältigung 18 m abwärts; Dauer: 10 Minuten.
3.)    Cobenzl - Hermannskogel: 2,5 km; Höhenbewältigung: 160 m aufwärts; Dauer: 45 Minuten.
4.)    Hermannskogel – Neustift am Walde: 4,5 km; Höhenbewältigung: 262 m abwärts; Dauer: 1 Stunde, 30 Minuten.
Gesamt:
            Strecke: 9,5 km; Höhenbewältigung: 300 m aufwärts, 280 m abwärts; Dauer: 3 Stunden.
 
Viel Freude bei dieser Wanderung wünscht der Bergfuchs.

Donnerstag, 27. September 2012

Ein Jahr Bergfuchs-Blog!

          
          Wie schnell doch die Zeit vergeht! Gerade noch erschien die erste Beschreibung einer Wanderung und ehe man es sich versieht sind ihr 19 weitere gefolgt, derweil sind kaum bemerkt ganze 365 Tage ins Land gezogen.

           Genau heute vor einem Jahr verfasste ich die ersten Zeilen auf diesem Blog (Wanderung „Quelltuff-Lingenau und Egg-Großdorf“). Ich hatte mich in der Folge bei der Auswahl der Wanderungen darauf konzentriert möglichst aus allen Teilen des Landes Vorarlberg Beiträge zu publizieren (Beiträge aus anderen Bundesländern – Wien und Niederösterreich – waren bisher nur spärlich vertreten). Auch war es mir wichtig verschiedene Schwierigkeit- und Anstrengungsgrad, sowie unterschiedliche Tourenlängen abzudecken, sowie Routen zu präsentieren, die den verschiedenen Jahreszeiten angemessen sind. Diese Überlegungen werden auch in Zukunft wichtige Kriterien bei der Auswahl bilden. Ein Punkt, der jedoch in jedem Fall unumgänglich ist, ist jener, dass ich ausschließlich über Wanderungen und Bergtouren berichte, die ich selbst unternommen und durchgeführt habe! Es wird auf dieser Seite niemals vorkommen, dass ich aus zweiter oder dritter Hand berichte – alles Geschriebene stammt aus meiner eigenen Feder und beruht auf den eigenen Erlebnissen, ebenso wie alle Fotos in diesem Zusammenhang, die hier erscheinen.

            Im Laufe dieses ersten Jahres hat sich das Erscheinungsbild der Beitrag einige Male geändert, die Formate der Bilder und Wegaufzeichnungen waren einem Wandel unterworfen, die Angaben der Daten zum Streckenverlauf wurden allmählich etwas ausführlicher. Ich werde mich auch in Zukunft darum bemühen immer akkuratere Daten und Beschreibungen zu liefern, um die Wanderungen treffend zu beschreiben, ohne dabei langatmig zu werden. Der Unterhaltungswert soll von großer Bedeutung bleiben und nach Möglichkeit noch weiter ausgebaut werden, was etwa den ausgedehnteren Einbau von Sagen und Legenden, Anekdoten oder witzigen Begebenheiten einschließen kann.

            In Zukunft sollen noch mehr historische, botanische und geologische Betrachtungen in die jeweiligen Routenbeschreibungen einfließen. Gerade auch das Wissen um die Entstehung einer bestimmen Landschaft, geschichtliche Ereignisse der Gegend, besondere Tier- und Pflanzenarten, haben einen zusätzlichen Wert zur an sich bereits erbaulichen Bewegung in der freien Natur und der Freude und gesundheitlichen Wirkung der körperlichen Betätigung.

            Es war eine schöne Zeit bisher, bei der ich viel Spaß und Inspiration beim Schreiben hatte. Besonders gefreut habe ich mich über die Rückmeldungen, die ich von so manchem Leser bekommen habe. Die meisten Kommentare und persönlichen Mitteilungen an mich waren konstruktiv und haben zur einen oder anderen Verbesserung geführt. Ich freue mich auch in Zukunft darauf, wenn es zu einer regen Kommunikation zwischen mir und den Besuchern dieses Blogs kommt.

Vielen Dank allen Lesern dieser Seite und auf weitere schaffensfreudige, sowie freudvolle wanderreiche Jahre!


Der Bergfuchs

 

Freitag, 21. September 2012

Nenzinger Himmel

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 3 Stunden
Höhenunterschied: 360 m aufwärts; 360 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Nenzinger Himmel
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: nur erreichbar mit lokalen
Wanderbus-Unternehmen Anton Gantner (05525/62217) und Lisi & Fridl Touristik (05525/62594). Ausschließlich Nenziger Bürger haben Zufahrt zum „Himmel“ mit dem Privatauto. Es herrscht ebenso striktes Radfahr- und Mountainbikeverbot.

 


 

Die Route


Wir starten beim Hauptwegweiser an der Kreuzung zwischen den Zufahrtsstraße zum Nenziger Himmel und der Abzweigung zum „Lädele“ bzw. zu den beiden Einkehrmöglichkeiten (Gasthof Gamperdona, Restaurant-Café Panüler) vor Ort. Wir überqueren den Bach und kommen auf der anderen Uferseite zu einer Siedlung, die Fasel genannt wird. Dort befindet sich ein Wegweiser, der uns über eine Wiese zum, den Rundungen des Hanges angepassten und schön ansteigenden, Weg bringt, welcher zur Setschalpe hinauf führt. Diesem Pfad folgen wir nun eine ganze Weile, wobei sich bereits ein schöner Überblick über die Sommersiedlung Nenzinger Himmel und den sie umgebenden Bergkranz bietet. Bald gelangen wir in waldiges Gelände, was den Anstieg, vor allem an heißen Sommertagen, sehr erleichtert. Nach queren eines Wildbaches geht es in vielen Serpentinen stetig nach oben. Nach etwa einer Stunde gelangen wir wieder auf offenes Gelände, überqueren Alpweiden und gelangen so zur Setschalpe, von der aus man einen sehr schönen Blick auf das Sareiserjoch (Übergang ins Fürstentum Liechtenstein) und den Fundelkopf hat. Otterkirchle, Pfannenknechtle, Blankuskopf und Windecker Spitze „sichern“ der Alpe den Rücken und bilden ein beeindruckendes Bild für den sich von unten nähernden Wanderer. In der Umgebung der Alpe ist es gut möglich auf das eine oder andere Murmeltier zu stoßen. Diese kommen bei entsprechend ruhigem Verhalten manchmal bis auf wenige Meter an den Menschen heran. Zumindest das charakteristische, der Warnung der Artgenossen dienende, Pfeifen der gebirgserfahrenen Pelztiere kann hier recht oft vernommen werden.



Von der Setschalpe geht es auf einem schönen breiten Höhenweg unterhalb des Otterkirche zum etwas tiefer gelegenen Hirschsee. Vorbei an Zirben, imposanten „Rüfena“ geht die Wanderung nun, vor uns das Massiv des 2859 Meter hohen Panüler (Steig mit weiß-blau-weiße Markierung), hinter dem sich der Gletscher der Schesaplana befindet, dominieren das Bild. Bald sehen wir vor uns auch das die Grenze zum schweizerischen Bündnerland bildende Salarueljoch, das sich zwischen dem Salaruelkopf und der Hornspitze befindet. Auf dem ganzen Weg begegnen uns immer wieder, je nach Jahreszeit, Alpenrosen, Glockenblumen, verschiedene Enzianarten, Silberdisteln, Finger-Zahnwurz und viele andere.
Am linken Wegrand kommen wir nach etwa fünfzig Minuten zu einem Wegweiser, der uns durch ein dichtes Latschengebiet (mit entsprechendem Latschenduft) zum Hirschsee führt. Der kleine See selbst ist vom Weg aus, auch aus höheren Lagen, nicht zu erkennen. Völlig eingebettet in hochalpinen Bewuchs breitet sich der See vor dem Auge des Betrachters aus. Am Ufer des Wassers lässt es sich gut eine Zeitlang verweilen und das herrliche Panorama genießen. Vom See aus folgen wir noch etwa zehn Minuten lang dem Weg weiter in Richtung Panüleralpe, bis wir auf einen Fahrweg kommen, der zur Alpe weiter oben führt. Diesem Weg folgen wir nun ein paar Minuten lang abwärts, bis uns ein Wegweiser nach links durch den lockeren Mischwald führt. Nun überqueren wir mehrmals den Fahrweg, marschieren mal durch Wald, mal durch offenes Gelände, vorbei an kleinen Wassern, die sich schnell talwärts bewegen, bis wir am Ende des Waldes zu den ersten Häusern des Nenzinger Himmels gelangen. An der Kreuzung, wo wir unsere Wanderung begonnen hatten, endet diese auch wieder.



 

Details
1.)    Gamperdona – Setschalpe: 2 km; Höhenbewältigung: 360 m aufwärts; Dauer: 1 Stunde 20 Minuten.
2.)    Setschalpe – Hirschsee: 3,5 km; Höhenbewältigung 40 m abwärts; Dauer: 40 Minuten.
3.)    Hirschsee – Gamperdona: 4 km; Höhenbewältigung: 320 m abwärts; Dauer: 1 Stunde.

Gesamt

            Strecke: 9,5 km; Höhenbewältigung: 360 m aufwärts, 360 m abwärts; Dauer: 3 Stunden.

 
Ein schönes Wandererlebnis mit viel Freude wünscht der Bergfuchs.

Samstag, 15. September 2012

Stafelalpe - Hahnenköpfle

Übersicht
Schwierigkeit (1-5): 2
Dauer: 1 Stunden, 50 Minuten
Höhenunterschied: 286 m aufwärts; 286 m abwärts
Einkehrmöglichkeiten: Faschina, Franz-Josefs-Hütte
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Landbus Großwalsertal von Thüringen;  Landbus von Damüls

 


 

Die Route

 
            Ausgangspunkt dieser Wanderung bildet das Faschinajoch auf 1486 Metern Seehöhe. Von dort folgen wir dem Hauptwegweiser, der sich direkt an der L193 befindet und wandern über einen Wiesenhang unterhalb des Hahnenköpfle, sanft ansteigend bis zur auf 1537 Metern Seehöhe gelegenen Stafelalpe, die wir bereits nach etwa zwanzig Minuten erreichen.

            Dem breiten Wirtschaftsweg folgen wir nun weiter aufwärts, bis wir nach ein paar Kehren bereits zu einem mit Büschen versehenen Wall kommen, hinter dem sich ein kleiner See, der Stafelalpsee, befindet, durch den der Faschinabach fließt. Unterhalb des Sees hört man bereits beim Aufstieg das ständige Rauschen der kaskadenhaften Wasserfälle, in denen sich das klare Gebirgswasser zu Tale stürzt. Wir wandern nun in etwa zwanzig Minuten um den See herum und genießen die herrliche Aussicht auf den Talschluss des Großen Walsertales, das Hutaltal und die Hohe Wand, die sich an dessen Ende mächtig gegen den Himmel erhebt. Überall begegnet uns die blühende Alpenflora. Das Gebiet der Faschina ist bekannt für seine blumenreichen Bergmäder. Es werden auch regelmäßig Führungen zur Erkundung der botanischen Schätze angeboten.

 


            Nach dem Seerundgang gelangen wir wirder zurück zum Wegweiser, der uns einem großzügigen Weg folgen lässt, der uns in einem kleinem Bogen von nur wenigen Höhenmetern Anstieg zur Franz-Josefs-Hütte auf 1710 Metern Seehöhe

e bringt. Von dort gelangt man dem Weg weiter aufwärts folgend nach etwa zwanzig Minuten zur Mittelstation der Doppelsesselbahn, die auf den Hahnenkopf führt. Wer möchte kann sich von hier aus mit dem Lift ins Tal hinunterbefördern lassen, doch sei der Wanderer darauf hingewiesen, dass der Abstieg nur etwa eine halbe Stunde dauert und leicht über einen guten Pfad durch Zwergstrauchheide und später über grasige Bergwiesen führt und gerade auch einen sehr schönen Blick auf Damüls, samt Damülser Mittagsspitze, und das Argental bis hinaus zur Bregenzerwälder Gemeinde Au bietet. Nach insgesamt etwas weniger als zwei Stunden befinden wir uns wieder am Ausgangspunkt auf der Faschina, wo unsere Wanderung ihr Ende findet. Einige Einkehrmöglichkeiten finden sich im kleinen Ort Faschina oder auch mit wunderbarer Aussicht auf der Franz-Josefs-Hütte. Diese Wanderung ist kurz, schön und kaum anstrengend, sie kann deshalb auch mit Kindern und von Personen, die das Wandern weniger gewohnt sind, wunderbar begangen werden.


Details

1.)    Faschina – Franz-Josefs-Hütte: 2,7 km; Höhenbewältigung: 225 m aufwärts; Dauer: 45 Minuten
1a.) Rundwanderung um den Stafelaplsee: ca. 600 m, 15 Minuten
2.)    Franz-Josefs-Hütte – Faschina: 2,8 km; Höhenbewältigung: 61 m aufwärts, 286 m abwärts; Dauer: 50 Minuten


Gesamt

            Strecke: 6,1 km; Höhenbewältigung: 286 m aufwärts, 286 m abwärts; Dauer: 1 Stunden 50 Minuten.


Ein schönes Wandererlebnis wünscht der Bergfuchs.